Eine Original Sachertorte aus Wien hätte einen runden Geburtstag versüßen sollen. Doch dieses Vorhaben ging schief. Nicht etwa, weil das weltberühmte Backwerk aus Wien verdorben war, sondern weil jemand nicht genau hinschaute.
Zum 80. Geburtstag wollte Conny W. einer Bekannten in Deutschland eine besondere Freude bereiten. Sie beauftragte im Hotel Sacher den Versand einer Torte. „Diese wäre das Highlight der Feier gewesen, da meine Bekannte bei ihren Wien-Aufenthalten stets das Café Sacher besucht hat, um dort die berühmte Mehlspeise zu genießen. Mir tut es im Herzen leid, dass die Überraschung nicht geglückt ist“, bedauert die Niederösterreicherin.
Trotz Abstellerlaubnis nicht zugestellt
Das Problem würde jedoch nicht beim eleganten Hotel am Ring liegen, sondern beim Versandunternehmen, teilte sie uns mit. Dieses habe ihr die Möglichkeit gegeben, einen Ort anzugeben, an dem das Paket hinterlegt werden könne. Zur Sicherheit gab Frau W. gleich zwei Ablage-Optionen an: Vor der Haustür ihrer Freundin und bei einem Nachbarn, der nur selten die Wohnung verließe. Dennoch habe sie dann die Mitteilung erhalten, dass der Zustellversuch erfolglos gewesen sei.
Mehlspeise kam in ein Lager
Erst mit zweiwöchiger Verspätung wurde die süße Torte mit Schokoladen-Überzug doch noch zugestellt. Wieso es ausgerechnet bei dieser Lieferung zu einer solchen Verzögerung gekommen ist, wollten wir von DHL wissen. Leider hat der Fahrer nicht genau geschaut. Er habe die Abstellgenehmigung übersehen, worauf das Paket in ein Zwischenlager gebracht und erst zwei Wochen später ein erneuter Zustellversuch unternommen worden sei, ließ man uns wissen. Man habe nicht gewusst, dass die Sendung Lebensmittel enthalte. Dafür wolle man sich von Herzen entschuldigen.
Kulantes Traditionshaus
Das an diesem Pallawatsch völlig unschuldige Hotel hat indessen wahrlich großherzig reagiert. Man ersetzt Frau W. kurzerhand die gesamten Kosten in Höhe von 65 Euro. Diese ist überwältigt: „Das traditionsreiche Hotel und seine weltberühmte Torte sind nicht grundlos in aller Munde.“
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