Nach „Krone“-Berichten über den Problempark kommt nun wieder Bewegung in die Sache: Innenminister Karner macht sich am Freitag ein Bild der Lage. Wird im Volksgarten wieder eine Schutzzone eingeführt?
Die aktuelle Hitzewelle macht sich in Städten besonders stark bemerkbar, so auch in Graz. Viele Bewohner suchen in diesen Tagen Zuflucht in schattigen Parks. Perfekt anbieten würde sich dafür auch der Volksgarten unweit des Lendplatzes. Doch die meisten Einheimischen machen einen großen Bogen um die weit und breit einzige grüne Oase im dicht verbauten Gebiet.
Drogendeals am helllichten Tag
Die altehrwürdige Parkanlage ist seit Jahren als Kriminalitäts-Hotspot verschrien. Und wie die „Krone“ kürzlich mehrfach berichtete, spitzt sich die Lage immer weiter zu. Anrainer beklagen ungenierte Drogendeals, Gewaltexzessen, Pöbeleien und Sachbeschädigungen am laufenden Band.
Was sich viele leidgeplagte Anrainer wünschen und wofür sich nach den jüngsten „Krone“-Berichten auch die Grazer ÖVP sowie Landeshauptmann Christopher Drexler aussprechen: Es braucht wieder eine Schutzzone. Eine solche gab es im Volksgarten schon zwischen 2019 und 2020. In solchen Zonen kann die Polizei Verdächtige wegweisen und Betretungsverbote aussprechen. Laut Anrainern hatte sich die Situation dadurch deutlich gebessert. In Summe hagelte es – gemeinsam mit der Schutzzone Metahofpark – rund 1000 Anzeigen.
Innenminister für Lokalaugenschein in Graz
Jetzt scheint tatsächlich wieder Bewegung in die Sache zu kommen: Am Freitag kommt ÖVP-Innenminister Gerhard Karner nach Graz, um gemeinsam mit Landeschef Drexler und Landespolizeidirektor Gerald Ortner die „aktuelle Sicherheitslage“ im Volksgarten zu besprechen. Dass dabei die Verhängung einer Schutzzone angekündigt wird, wäre naheliegend.
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