Nationalratswahl

Jeder dritte Abgeordnete kehrt nicht mehr zurück

Politik
09.07.2024 15:49

Jede und jeder dritte Abgeordnete wird nicht mehr in den Nationalrat zurückkehren. Das steht unabhängig vom Ausgang der Wahl im September bereits fest. Ein Teil geht in Politpension, andere sind nicht mehr auf wählbaren Plätzen.

Besonders betroffen sind die ÖVP und SPÖ. Darunter sind etwa Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Justizsprecherin Michaela Steinacker und Wohnbausprecher Johann Singer (alle ÖVP). Die kommende Wahl ist bei der Volkspartei zugleich ein parlamentarisches Ende der Ära Kurz. Dessen Quereinsteigerinnen Maria Großbauer und Gaby Schwarz haben bereits neue Jobs als Kulturmanagerin und bei der Volksanwaltschaft. Die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg hat keine Chance auf ein Mandat.

Das sind die Termine rund um die Nationalratswahl am 29. September.

Wer bei der SPÖ nicht mehr antritt
Bei der SPÖ ist ebenfalls der ein oder die andere nicht mehr berücksichtigt worden, darunter Harald Troch und Klaus Köchl. Die ehemaligen Regierungsmitglieder Gabriele Heinisch-Hosek und Alois Stöger, der frühere FSG-Chef Rainer Wimmer, der frühere Parteimanager Max Lercher und ein paar weitere Abgeordnete treten freiwillig nicht mehr an. Sowohl bei der SPÖ als auch bei der ÖVP wechseln zudem manche Politikerinnen und Politiker in die Landespolitik.

FPÖ-Klub relativ stabil
Bei der FPÖ wird es hingegen kaum Abgänge geben. Lediglich Petra Steger und Gerald Hauser wechseln in das EU-Parlament. Bei den Grünen sind beispielsweise Ewa Ernst-Dziedzic und Michel Reimon freiwillig ausgestiegen. Für andere könnte es aber dennoch mit ihren Listenplätzen eng werden, da die Partei Umfragen nach mit weniger Sitzen rechnen muss.

Die NEOS haben laut Umfragen zwar keine Verluste zu befürchten, aber dennoch freiwillige Aussteigerinnen und Aussteiger wie Gerald Loacker und Katharina Werner.

Sollten die aktuellen Umfragen etwa zutreffen und neue Fraktionen wie die Bierpartei oder KPÖ den Sprung in den Nationalrat schaffen, könnte im Oktober gar die Hälfte der Abgeordneten neu sein. Zu diesem Zeitpunkt wird die neue Regierung angelobt.

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