Die 13-jährige Kärntner Violinistin Lorea Mimura, Gewinnerin eines internationalen Geigen-Wettbewerbs und großes Nachwuchstalent, hat am Donnerstag in Triest eine Geige aus dem 18. Jahrhundert gespielt. Das teure Instrument war beschädigt und ohne Saiten im Müll gefunden worden ...
Ein wahres Recycling-Wunder schlägt gerade in Italien große Wellen, mitten drin eine junge Kärntnerin. Zur Vorgeschichte: Der glückliche Finder, der die Geige in einem Müllcontainer gefunden hatte, brachte sie zu einem Musiklehrer, der sie restaurieren ließ und dabei entdeckte, dass es sich um ein wertvolles Instrument aus dem 18. Jahrhundert handelte, das etwa 60.000 Euro wert ist. „Auf dem Etikett stand ,restauriert 1935‘. Ich dachte, die Geige könnte aus dem 19. Jahrhundert stammen. Erst später stellte sich heraus, dass sie viel älter ist“, erklärte Matteo Fanni Canelles, Direktor der Ars Nova Akademie in Triest, dem das Instrument übergeben wurde.
„Ich hatte sofort gesehen, dass es sich nicht um eine dieser massenproduzierten Geigen von geringem Wert handelt, aber ich wusste nicht, dass es um ein Instrument höchster Qualität ging“, berichtete der Musiklehrer im Gespräch mit der lokalen Tageszeitung „Il Piccolo“. Die Geige habe einen wunderbaren Klang.
Geige wird auch dem Papst präsentiert
Die Geschichte der Geige wurde nun am Donnerstagabend beim Konzert auf der Piazza Unità d‘Italia, dem Hauptplatz Triests, im Rahmen der 50. sozialen Woche der italienischen Katholiken erzählt. Die junge Kärntnerin Lorea Mimura, die den Geigen-Wettbewerb der Ars Nova Akademie gewonnen hat, spielte das Instrument auf großer Bühne, die Papst Franziskus am Sonntag auch für eine Messe vor Tausenden Gläubigen auserkoren hat.
„Wir haben auch den Vatikan über die Geschichte der Geige informiert, denn wir glauben, die Geige ist ein Beispiel für die Lehre Franziskus ́, der immer wieder vor einer Wegwerfgesellschaft warnt“, so Fanni Canelles.
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