Mi, 15. August 2018

Dutzende Tote

16.12.2012 17:33

Syrische Luftwaffe bombardiert Flüchtlingscamp

Bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe auf das palästinensische Flüchtlingscamp Yarmouk im Süden von Damaskus sind am Sonntag mindestens 25 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Berichten von Aktivisten zufolge hätten Kampfflugzeuge (Bild) mindestens zwei Raketen auf das Camp abgefeuert und dabei eine Moschee getroffen, in der rund 600 Flüchtlinge aus den umliegenden Gebieten Schutz suchten.

Nach Oppositionsangaben handelte es sich dabei um den ersten Angriff auf das Flüchtlingslager seit Beginn des Aufstandes gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad im vergangenen Jahr. Bereits in den frühen Morgenstunden seien bei einem Granatenangriff auf das Lager ein kleines Mädchen und eine Frau getötet worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Im Süden von Damaskus versuchen Regierungstruppen seit Längerem, eine Offensive der Rebellen zurückzudrängen. Am Sonntag flog die Luftwaffe insgesamt sechs Angriffe gegen die Viertel Assali und Hajar al-Aswad im Süden der Hauptstadt. Auch in den Vororten Harasta und Erbin sowie in Daraya ist es erneut zu Gefechten gekommen.

Nach Angaben des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge leben in Syrien gut 500.000 palästinensische Flüchtlinge, 400.000 von ihnen in der Gegend rund um Damaskus. Sowohl Regierungstruppen als auch Rebellen haben in den 21 Monaten des Aufstands gegen Assad Palästinenser rekrutiert. Vor zwölf Tagen waren schwere Kämpfen zwischen Assad-loyalen und oppositionsgetreuen Palästinensern ausgebrochen. Die Gefechte hatten sich am Samstag intensiviert, als die Rebellen mehr und mehr die Oberhand gewinnen konnten.

Kampf um Militärakademie im Norden des Landes
Im Norden Syriens erlangten die Rebellen laut eigenen Angaben Kontrolle über eine seit Tagen umkämpfte Militärakademie nördlich von Aleppo. Man habe 100 Soldaten als Gefangene genommen und 150 hätten sich der Opposition angeschlossen, sagte ein Rebellenkommandant. Am Samstag starben nach Angaben der Beobachtungsstelle mit Sitz in London landesweit mehr als 100 Menschen, 40 davon allein in dieser Militärakademie.

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