Mo, 23. Juli 2018

Alk statt Audienz

12.12.2012 15:23

"Omamamia": Bayerische Omi im Dirndl kifft in Rom

Marianne Sägebrecht spielt eine sympathische Bayerin, die sich im fremdsprachigen Ausland mit resolutem Charme durchschlägt: Ein Filmplot, den schon Regisseur Percy Adlon mit Werken wie "Out of Rosenheim" oder "Rosalie goes shopping" erfolgreich umsetzte. Nun, gut 20 Jahre später, ist es an Tomy Wigand, der die Sägebrecht in "Omamamia" (Kinostart: 14. Dezember) zunächst nach Kanada, dann aber ins turbulente Rom entsendet, wo sie Konflikte mit Tochter und Enkelin austrägt.

Als Opa stirbt, will Tochter Marie (Annette Frier) Oma Marguerita (Sägebrecht) am liebsten in ein Altersheim verfrachten und verkauft deren Haus in den kanadischen Bergen. Auch der von Marguerita ersehnte Ausflug zum Papst nach Rom wird kurzerhand abgeblasen. Das lässt sich die resolute Exil-Bayerin jedoch nicht gefallen und reist kurzerhand auf eigene Faust in die Ewige Stadt und pennt dort bei Enkelin Martina (Miriam Stein). Diese arbeitet nicht - wie Mutter Marie annimmt - als Au-pair-Mädchen bei einer katholischen Familie, sondern lebt mit dem Rocker Silvio (Raz Degan) zusammen.

In der Folge blüht Marguerita mit Dirndl und Joint in der mediterranen Atmosphäre auf, bringt bald die Küche eines deutschen Restaurants auf Vordermann, jagt der von ihr erhofften Papstaudienz hinterher, um ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zu beichten, und lernt Lebemann Lorenzo (Giancarlo Giannini) kennen. Als dann auch noch die besorgte Marie nach Rom kommt, kulminieren die Konflikte zwischen den Frauen aus drei Generationen - lösen sich aber selbstredend in allgemeines Wohlgefallen auf.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Wie die deutsche Nonna schlussendlich bella figura in der Ewigen Stadt macht, wie sie Vespa fährt, die Küche der versifften "Taverna Bavarese" auf Vordermann bringt, Tattoo-verziert aus einer Bikerbar stolpert, den Papst versehentlich mit Pfefferspray attackiert, um ihn und weitere 100 Gäste später mit Kaiserschmarren zu verwöhnen, erinnert an die naive Fröhlichkeit der 50er-Jahre-Filme und besticht als rustikaler Mix aus turbulenter Generationenkomödie, Burleske und Märchen mit viel bayerischem Humor.

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