Lars Eidinger spielt im neuen Film „Leibniz“ einen eingebildeten Barock-Maler. Der „Krone“ erzählt er, warum diese Rolle für ihn eine sehr schwierige war und warum ihm Schauspielerei hilft, zu sich selbst zu finden.
Im neuen Kinofilm „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ (ab sofort zu sehen, Kritik siehe Filmseite) von Edgar Reitz scheitert Lars Eidinger als Barockmaler daran, ein Porträt des berühmten deutschen Philosophen zu malen. Die „Krone“ traf den Star zum Interview und fragte: Wie geht er im echten Leben mit den vielen Abbildern von ihm um, die durch seine Rollen entstehen?
„Diese ganzen Abbilder oder Rollen sind Möglichkeiten für mich, mich zu spiegeln. Ich habe das Gefühl, das Schauspiel hilft mir, zu mir selbst zu finden.“ Er sei „in der luxuriösen Situation, dass ich auswählen kann, worauf ich Lust habe. Ich bekomme viele Drehbücher und Projekte angeboten – in dem Fall hatte ich große Lust auf die Begegnung mit dem Filmemacher Edgar Reitz. Er ist eine deutsche Filmlegende.“ Daher nahm er das Angebot an, obwohl der Hofmaler so gar nicht sein Fall war: „Die Rolle war nicht so einfach für mich, weil er schon sehr limitiert ist in seinem Denken und die ganze Komik und die Entlarvung dessen funktioniert nur, wenn ich die Figur ernst nehme und mich nicht schlauer als sie mache oder meinen Kommentar auf sie mitspiele.“
Nicht nur dem eitlen Maler fällt es aber schwer, sich auf andere Sichtweisen einzulassen: „Wir leben im Zeitalter des Narzissmus. Sich selbst und dem Anderen gegenüber fremd sein, das ist ein Phänomen unserer Zeit. Ich glaube, es ist ganz wichtig, den eigenen Horizont zu erweitern, denn solange wir uns fremd bleiben, können wir uns nicht erkennen und in Beziehung zueinander treten“, glaubt Eidinger, der den Film kürzlich in Wien vorstellte. Eine Stadt, die er als „zweite Heimat“ bezeichnet: „Ich liebe Österreich sehr.“
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