Rezept gegen Personalnot an der Tafel: Die Ausbildungszeit für Lehramt wurde reformiert. Die „Krone“ sprach mit Studierenden, über Herausforderungen und Chancen, die der Lehrerberuf mitbringt.
Die angehenden Volksschullehrer arbeiten im Fach Mediendidaktik gerade an einem Fernsehprojekt. Die Damen sind in der Mehrheit, Johannes sitzt als einziger Mann im Raum: „Ich habe Maschinenbau studiert und umgeschwenkt.“
Was die Junglehrer motiviert
Die Gruppe ist hochmotiviert: „Kinder sind im Volksschulalter noch so formbar. Man kann in dieser Lebensphase so viel mitgeben“, sagt Elisa Hofstadler über ihre Motivation, Lehrerin zu werden. Marion Höfurtner sieht es ähnlich: „Ich mag Kinder total gern. Sie geben einem viel zurück.“
Die Studierenden werden an Salzburgs Schulen, wo derzeit rund 8600 Lehrer arbeiten und 20 Stellen offen sind, dringend gebraucht. Herausforderungen warten genug: von verhaltensauffälligen Kindern bis zu fordernden Eltern oder der frühe Umgang mit digitalen Gefahren. Abschrecken lässt sich hier niemand.
Es ist nicht so, dass sich zu wenige Lehrer finden, sondern dass derzeit zu viele in Pension gehen. Mit der Reform der Ausbildungszeiten wird der Beruf sicher noch attraktiver. Wir rollen den neuen Lehrplan ab Herbst aus.
Daniela Martinek, Rektorin Pädagogischen Hochschule Salzburg
„Digitale Medien sind nicht böse. Audio, Bild und Video gehören richtig verzahnt“, so Wolf Hilzensauer, Lehrer für Mediendidaktik. „Wir gehen proaktiv auf Neuerung zu.“
Praxis in der Klasse ab erstem Studienjahr
Im Klassenzimmer der angrenzenden Praxis-Volksschule stehen die angehenden Lehrer früh an der Tafel. „Spätestens dann weiß man, ob es der richtige Beruf ist“, erzählen sie. Elisa, Marion und ihre Kolleginnen studieren noch nach altem Schema. Künftig soll der Beruf aber mit einer Ausbildungsreform und kürzerem Bachelor-Studium noch attraktiver werden.
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