So, 22. Juli 2018

Bernhard Ernst tot

09.12.2012 08:53

Tiroler Klubobmann der "Liste Fritz" erlag Herzinfarkt

Der Klubobmann der "Liste Fritz" im Tiroler Landtag, Bernhard Ernst, ist tot. Der 51-Jährige erlag am Samstag nach ersten Informationen den Folgen eines Herzinfarkts. Er hinterlässt seine Frau und drei Söhne.

Der gebürtige Salzburger war Unternehmensberater und startete seine politische Karriere bei den Grünen. Von 1994 bis 1999 war er Landtagsabgeordneter für diese Fraktion. Nach einem vorübergehenden Rückzug kehrte er 2008 für die "Liste Fritz" von Fritz Dinkhauser in den Landtag zurück, wo er bis zuletzt deren Klubchef war.

Dinkhauser würdigte den verstorbenen Klubobmann als "gewaltigen Kämpfer". Sein Ableben sei "auch das Ergebnis seines unermüdlichen Einsatzes für die Politik in Tirol", erklärte Dinklhauser in einer Aussendung am Sonntag. Seine Bewegung verliere auch jemanden, auf den man große Hoffnungen für die Zukunft gesetzt habe. Ernst habe sich mit Leib und Seele dem Einsatz für die Bürger verschrieben. "Der Tiroler Landtag verliert mit Bernhard Ernst einen seiner profiliertesten Politiker", betonte Dinkhauser.

Platter "geschockt"
Landeshauptmann Günther Platter zeigte sich in einer ersten Reaktion "geschockt". Er habe Ernst "trotz parteipolitisch oft unterschiedlicher Ansichten als kritischen und aktiven Mandatar geschätzt". Sein Mitgefühl gelte seiner Familie "in diesen schweren Stunden".

Dialog und Verständigung über die Parteigrenzen hinweg sei mit ihm immer möglich gewesen, betonte die grüne Klubobfrau Christine Baur. Als hervorragender Redner habe die Gabe gehabt, Menschen für seine Anliegen zu gewinnen, meinte der Landtagsabgeordnete Georg Willi, der seinerzeit auch Fraktionskollege von Ernst war. Der freiheitliche Landesparteiobmann Gerald Hauser zeigte sich ebenfalls "sehr betroffen". Sein Mitgefühl gelte besonders Ernsts Familie. Der Klubobmann sei "ein äußerst kompetenter Ansprechpartner gewesen".

"Sowohl menschlich als auch politisch sehr geschätzt"
Der designierte SPÖ-Chef Gerhard Reheis meinte, er habe Ernst "sowohl menschlich als auch politisch sehr geschätzt". Er verwies auf den tödlichen Unfall des Landecker Bürgermeisters Engelbert Stenico von der SPÖ. Angesichts der tragischen Ereignisse in den letzten Wochen würden sich "zahlreiche Kleinigkeiten im politischen Alltagsgeschäft relativieren", erklärte Reheis.

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