Mi, 15. August 2018

Reisepass vergessen

08.12.2012 09:53

Vettel erhielt WM-Pokal in Istanbul nach Verspätung

Im Rahmen einer Gala des Automobil-Weltverbandes FIA in Istanbul hat Sebastian Vettel am späten Freitagabend seine Trophäe für den dritten Formel-1-WM-Titel in Folge erhalten. Der 25-jährige Deutsche erschien allerdings mit rund einstündiger Verspätung bei der Veranstaltung.

Laut übereinstimmenden türkischen Medienberichten hatte Vettel, der mit einem Privatjet nach Istanbul angereist war, seinen Reisepass vergessen. Erst nach Intervention eines Vertreters des türkischen Motorsportverbandes durfte der Red-Bull-Star (im Bild mit Red-Bull-Teamchef Christian Horner) durch die Zollkontrolle.

Vettel: "Fantastisches Gefühl"
"Es ist ein fantastisches Gefühl, diese Trophäe für ein weiteres Jahr mit nach Hause nehmen zu dürfen", versicherte Vettel. Im Oktober hatte er die Trophäe wie gewohnt zum Aufpolieren an den Weltverband zurückgeben müssen. "Es war kein einfacher Abschied, aber jetzt weiß ich ja, dass ich den Pokal wieder bekomme - und ich glaube, der Küchentisch freut sich auch", scherzte der Red-Bull-Pilot kurz nach seinem Titelgewinn.

Nach seinen ersten beiden WM-Triumphen hatte Vettel den Pokal als stetigen Ansporn in der heimischen Küche aufbewahrt. Immer wieder habe er sich die Zeit genommen, die eingravierten Namen der vergangenen Weltmeister zu studieren, verriet er. "Dass man dann am Ende dreimal selbst draufsteht, das Gefühl kann man nicht beschreiben", sagte der 25-Jährige. Nur Juan Manuel Fangio und Rekordchampion Michael Schumacher hatten den Titel vor ihm dreimal in Serie geholt.

Horner übernimmt Preis für Konstrukteurs-WM
"Das ist eine phänomenale Leistung für unser Team", lobte auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Der Brite übernahm für das österreichisch-englische Team ebenfalls zum dritten Mal hintereinander den Preis für den Gewinn der Konstrukteurs-WM. "Es schien unmöglich, dass wir nach dem vergangenen Jahr noch einmal besser werden könnten - aber wir haben es geschafft", sagte Horner.

Für den Lacher des Abends sorgte einmal mehr der Finne Kimi Räikkönen. Der WM-Dritte erschien bei der noblen Gala als einer der wenigen Geehrten ohne Mascherl oder Krawatte, sondern mit schwarzem Anzug und schwarzem Hemd. "Ich befolge die Regeln nicht, ich mache sie einfach", zitierte ihn sein Lotus-Team unter einem enttarnenden Foto auf Twitter.

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