Der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bereut das Ende der Koalition mit der FPÖ wegen des Ibiza-Skandals. Die Zusammenarbeit habe nämlich „sehr gut funktioniert“, „in relativ kurzer Zeit“ sei „viel gelungen“, sagte Kurz am Montag in Wien.
Er war Redner beim Business-Talk von Thomas Prantners Beratungsagentur C3. Die Informationslage sei 2019 schlecht gewesen, die Stimmung aufgeheizt. Viele Menschen hätten ein Ende der Koalition wollen, sagte Kurz am Montag. „Wäre es anders besser gewesen? Ich glaube ja.“ Gut funktioniert hätten ihm nach etwa die Arbeitszeitflexibilisierung, der Familienbonus oder der Migrationskurs. Die Stimmung im Land sei gut gewesen.
Grüne aus Mangel an Alternativen
Nach der Neuwahl folgte bekanntlich eine Zusammenarbeit der ÖVP mit den Grünen. Kurz führt das auf einen Mangel an Alternativen zurück. Die Zusammenarbeit sei durch den Wechsel wesentlich schwieriger geworden, eine Zeit lang habe diese aber „relativ gut funktioniert.“ Korruptionsvorwürfe gegen Kurz und enge Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter hatten im Herbst 2021 zu einer Regierungskrise geführt, der heute 37-Jährige zog sich schließlich als Kanzler zurück.
Seinem noch ausstehenden Verfahren rund um Inserate und manipulierte Umfragen blickt der Unternehmer laut eigener Aussage „mit einer gewissen Gelassenheit“ entgegen. Viele Behauptungen würden sich „relativ leicht entkräften lassen.“
Keine innenpolitischen Diskussionen
Zu Koalitionsmöglichkeiten nach der nächsten Nationalratswahl wollte sich der ehemalige Bundeskanzler nicht äußern. Er beteilige sich nicht an innenpolitischen Diskussionen.
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