"Keinen Puls mehr"

OÖ: Asthmatiker (19) bei Perchten-“Gaudi” fast erstickt

Österreich
02.12.2012 12:45
Bei einer Perchten-Gaudi in Oberösterreich hat der Spaß ein jähes Ende gefunden, als zehn Maskierte in Gmunden plötzlich allzu rabiat wurden. Sie prügelten auf Mädchen ein und zündeten eine Rauchbombe - vier Opfer landeten im Spital, ein Bursche (19, Bild) kollabierte und musste von seiner Freundin reanimiert werden.

"Da stirbt dir dein Freund fast unter den Händen weg und keiner hilft dir", kommt Ärger bei der 17-jährigen Bianca (Bild) hoch, wenn sie an die Perchtennacht im Lokal Pepito denkt. Es hätte ein lustiger Abend mit den zehn Maskierten werden sollen. "Doch die bekamen Alkohol und wurden rabiat", erinnert sich die Schülerin.

Sie und andere Mädchen seien verprügelt worden, blaue Flecken zeugen vom gewalttätigen Übergriff. "Ich werde Anzeige wegen Körperverletzung erstatten", so die 17-Jährige.

"Christoph hatte keinen Puls mehr"
Schlimmer noch erwischte es ihren 19-jährigen Freund Christoph. Der Asthmatiker war kollabiert, nachdem gegen 2 Uhr ein verkleideter 19-Jähriger aus Bad Ischl und ein Gast eine Pulvermischung - es dürfte sich um "Theaterfeuer" gehandelt haben - in einem Glas entzündet hatten.

Der Qualm wurde so dicht, dass die rund 100 Gäste ins Freie flohen. "Christoph hatte keinen Puls mehr, ich hab' ihn reanimiert, über die Stiege geschleppt", erzählt Bianca. Der 19-Jährige wurde ins Spital eingeliefert. Auch ihre Freundinnen wurden wegen Rauchgasvergiftungen vom Roten Kreuz ins Spital gebracht. Jetzt ermittelt die Polizei.

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