Der 34-jährige Angeklagte soll seinen Arbeitgeber mit fingierten Retouren abgezockt haben – und das nicht zum ersten Mal. Nun muss er sich am Landesgericht Feldkirch dafür verantworten.
Die Vorstrafenliste des 34-jährigen Beschuldigten ist lang. In Deutschland schlagen sieben Einträge zu Buche. In Österreich wurde er im Oktober vergangenen Jahres wegen gewerbsmäßigen Diebstahls zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt. Damals hatte er als Mitarbeiter in einem Elektrogroßhandel Retouren fingiert und so rund 65.000 Euro in den eigenen Sack gesteckt – auf dem Schuldenberg sitzt er heute noch.
Ob er diesen jemals abtragen kann, ist allerdings fraglich, zumal er nun erneut vor Gericht steht, weil er gleich in seinem nächsten Job als Kassamitarbeiter eines Sportartikelgeschäftes im Oberland schon wieder Retouren fingiert haben soll. Laut Anklageschrift habe der Beschuldigte mindestens 46 Betrügereien begangen und dabei einen Schaden von knapp 7600 Euro angerichtet.
Im Prozess am Donnerstag bekannte sich der 34-Jährige nicht schuldig und verwies auf Ungereimtheiten in den Retourlisten: Einmal sei er im Urlaub gewesen, ein andermal zum Zeitpunkt der Retourenannahme in der Pause und ein weiteres Mal habe er einen Anwaltstermin gehabt. „Warum haben Sie dann in einem Gespräch mit der Geschäftsleitung gesagt, sie würden für den Schaden aufkommen und sich zur Einbehaltung ihres Gehaltes bereit erklärt?“, will Richter Martin Mitteregger wissen. „Ich habe Vorstrafen, bin auf Bewährung. Ich dachte, dann beiß’ ich halt in den sauren Apfel“, so der 34-Jährige.
Da noch Zeugen angehört werden sollen, wurde der Prozess vertagt.
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