„Keine Schäden“

Stonehenge ist nach Farbattacke wieder sauber

Ausland
20.06.2024 12:38

Dass das Steinmonument Stonehenge von Klimaaktivisten mit einer orangefarbenen Substanz besprüht wurde (siehe Video), hat international für Empörung gesorgt. Nun wurde Entwarnung gegeben: Das Wahrzeichen habe keine Schäden davongetragen, wie die dafür zuständige Organisation nun mitteilte.

Die Aktivisten von „Just Stop Oil“ hatten orange Farbe auf den Steinkreis gesprüht – aber betont, dass die Farbe aus Maisstärke bestehe und sich somit vom Regen abwaschen ließe. Doch die Organisation English Heritage, die sowohl Stonehenge als auch Hunderte weitere historisch wertvolle Objekte verwaltet, wollte auf Nummer Sicher gehen und ließ das Monument reinigen.

Stonehenge wieder für Besucher geöffnet
„Unsere Experten haben es schon geschafft, das orangefarbene Pulver von den Steinen zu entfernen, weil wir wirklich Sorge hatten, was passieren würde, wenn sie mit Wasser in Berührung kämen“, sagte der Chef von English Heritage, Nick Merriman, der BBC am Donnerstag. Die Stätte sei wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. In der Nacht auf Freitag soll wie geplant die Sommersonnenwende gefeiert werden.

Nach dem Vorfall zeigten sich viele Menschen besorgt um das historische Monument.
Nach dem Vorfall zeigten sich viele Menschen besorgt um das historische Monument.(Bild: APA/AFP)
(Bild: Just Stop Oil)

Premier Sunak bezeichnete Vorfall als Vandalismus
Die Polizei nahm nach der Sprühattacke zwei Verdächtige fest. Premierminister Rishi Sunak verurteilte die Aktion als Vandalismus. Er erklärte auf Twitter: „Just Stop Oil ist eine Schande.“

Organisation: Aktion „hilft Anliegen nicht“
Stonehenge gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Großbritanniens. Die Steine sind auf den Sonnenstand der Sommer- und Wintersonnenwende ausgerichtet. Die Protestaktion sei schwer verständlich, stünden die Steine doch für den Wunsch, sich mit der Natur zu verbinden, sagte Merriman. Er respektiere das Demonstrationsrecht und wünsche sich, dass Leute ihre Protestaktionen von Kulturstätten, Museen und Galerien fernhielten, „weil wir den Eindruck haben, das hilft ihrem Anliegen nicht“.

Hier besprühen Aktivistinnen Privatjets am Flugfeld in Stansted:

Die Aktivisten veröffentlichten am Donnerstag ein neues Video, das zeigte, wie Flugzeuge mit Farbe besprüht wurden. Die Gruppe schrieb auf der Plattform X, auf dem privaten Flugfeld in Stansted nördlich von London sei auch das Flugzeug von US-Superstar Taylor Swift geparkt, die derzeit in Großbritannien tourt. Die Gruppe verlangte einen verbindlichen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2030. Die Polizei nahm zwei Frauen fest.

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