23.11.2012 12:05 |

Name auf Startliste

Vonn kehrt in Aspen in den Weltcup-Zirkus zurück

Aspen war für Lindsey Vonn stets eine große Bühne. Auch heuer wird die beste Skifahrerin der Gegenwart in dem US-Skiparadies einen bedeutenden Auftritt haben, denn nach ihrer eben erst ausgestandenen, mysteriösen Erkrankung kehrt die 28-Jährige wieder in den Weltcup-Zirkus zurück. Ob Vonn am Samstag auch schon am Riesentorlauf teilnehmen wird, hat sie noch nicht entschieden. Für den Fall der Fälle hat sie sich aber auf die Startliste setzen lassen.

Vonn hat sich in den vergangenen Wochen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und damit die Gerüchteküche angeheizt. Den Grund ihrer wochenlangen Gesundheitsprobleme mit anschließendem Krankenhausaufenthalt kennt man zwar nach wie vor nicht, aber die vierfache Weltcupsiegerin scheint sich nun rasch zu erholen.

"Sie hat gute Schritte vorwärts gemacht", berichtete US-Damenchef Patrick Riml. Seit vergangenem Sonntag trainiert die angeblich um sechs Kilo leichtere Vonn wieder, selbst Abfahrt hat sie schon wieder geübt. "Das Skifahren hilft ihr derzeit mehr als das anschließende Konditionstraining, weil sie dabei an der frischen Luft ist", erklärte Riml in Aspen.

Vonn ist nach dem Out in Sölden und dem Verzicht auf Levi immer noch ohne Weltcuppunkte, neben der jungen Mikaela Shiffrin aber die Attraktion des Wochenendes. Deshalb nahm die Olympiasiegerin am Freitag auch an der Hangbefahrung und an der Verlosung der Startnummern teil.

Reicht die Kondition?
Der steile und schwierige Hang in Aspen spielt hinsichtlich des Comebacks eine entscheidende Rolle. "Auf einem leichteren Hang wäre die Entscheidung sicher einfacher", bestätigte Riml. "Entscheidend wird sein, wie sie sich fühlt. Wenn sie genug Energie hat, um von oben bis unten Gas geben zu können, schaut es gut aus."

Die Konkurrenz verfolgt das Vonn-Theater mit Interesse, aber auch geteilten Gefühlen. "Sie fährt seit Tagen wieder völlig normal Ski und macht keinen schwachen Eindruck", schilderte etwa Elisabeth Görgl ihre Eindrücke vom gemeinsamen Training in Copper Mountain und Vail.

Die Doppel-Weltmeisterin aus der Steiermark sieht beide Seiten der Show. "Für Amerika und unseren Sport ist Lindsey sicher wichtig. Aber es gibt auch noch andere interessante Athletinnen." Michaela Kirchgasser meinte: "Lindsey ist für die USA sicher ein absolutes Zugpferd. Aber wir wollen mit guten Ergebnissen den Medien zeigen, dass es Wichtigeres gibt, als Geheimnisse aufzudecken."

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