Schwer gestürzt

Luxation und Innenbandriss bei Daniel Albrecht

Sport
24.11.2012 10:51
Der Schweizer Daniel Albrecht hat sich bei seinem Abfahrtstrainingssturz am Donnerstag in Lake Louise eine Kniescheibenluxation und einen Innenbandriss im linken Knie zugezogen. Das teilte der Skiverband der Eidgenossen am Samstag nach eingehenden Untersuchungen in Calgary mit. Albrecht werde in den nächsten Tagen zur weiteren Behandlung nach Bern gebracht. Schwere Kopfverletzungen, wie 2009 in Kitzbühel, hatte der 29-Jährige glücklicherweise nicht davongetragen.

Der 29-jährige Walliser kam im obersten Streckenabschnitt an einer flachen Stelle zu Fall und blieb im Sicherheitsnetz liegen. Nach der Helikopter-Bergung wurde er ins Spital geflogen. Das Training war für rund 20 Minuten unterbrochen.

Ante Kostelic, Ivica Kostelics Vater, wurde Augenzeuge des Abflugs von Albrecht. Der Kroate sagte zum "Blick": "Plötzlich hat es Dani einen Ski weggezogen und er flog mit einem doppelten Salto von der Piste!"

Albrechts Karriere wohl vorbei
Ob dies das Ende der Karriere von Albrecht bedeuten könnte, darüber wollte Trainer Inglin nicht spekulieren. "Ich kann keine Prognose abgeben. Ich wünsche ihm die notwendige Kraft, diesen weiteren Schicksalsschlag zu verkraften, und dann werden wir sehen."

Albrecht schaffte nach seinem fürchterlichen Kitzbühel-Sturz, bei dem er sich im Jänner 2009 ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen hatte, nie wieder den Anschluss an die Spitze. Die Leistungen bei den Weltcuprennen in Lake Louise und Beaver Creek sollten über die Zukunft entscheiden. Albrecht hätte sich intern gegen Sandro Viletta und Marc Berthod durchsetzen müssen.

Schweizer Team arg gebeutelt
Das Schweizer Team wird schon seit längerer Zeit arg gebeutelt, und auch der Schock über das Saison-Aus von Beat Feuz ist längst noch nicht überwunden. "Es trifft uns hart. Was die Verletzungshexe da treibt, ist schier nicht nachvollziehbar. Aber das ist immer Teil des Skirennsports, da fährt das Risiko mit", meinte Inglin.

Zudem kann auch der an Herzproblemen leidende Ex-Gesamtweltcupsieger Carlo Janka nicht mehr ganz vorne mitfahren, und das bisherige Zugpferd der Schweizer, Didier Cuche, hat seine Karriere mittlerweile beendet.

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