Weil sich aktuell mehrere Aktivisten der Letzten Generation in Haft befinden, legte die Gruppierung Freitagfrüh im Bereich Rossauer Lände in Wien den Verkehr lahm. Als „Solidaritätsmarsch“ wurde die laut Polizei nicht angezeigte Versammlung von den Aktivisten bezeichnet. Auf dem Weg in die Arbeit staute es sich.
„Wir sind mit ausreichend Kräften im Einsatz und klären die Lage“, erklärte die Landespolizeidirektion Wien auf der Plattform X. Denn um etwa 8.30 Uhr hieß es im Bereich Rossauer Lände Stopp für Autofahrer. Bis zur Nordbrücke reichte der Stau zurück, zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort.
Doch warum kam es zu der nicht angezeigten Versammlung? Aktivisten hielten Fotos von mehreren Kollegen in die Höhe, unter anderem auch eines der bekannten Klimakleberin Anja Windl.
Denn sie und weitere Anhänger sitzen noch immer ihre Ersatzhaft ab. Diese haben sie Anfang Juni angetreten. Auch Laila Fuisz und drei weitere Männer haben Arrest.
„Vor den Türen des Polizeianhaltezentrums Rossauer Lände protestieren wir friedlich in Solidarität mit den Inhaftierten. Sie sind eingesperrt, weil sie sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen“, argumentierte die Gruppierung auf X.
„Sofortige Maßnahmen nötig“
„Wir brauchen sofortige Klimaschutzmaßnahmen, statt sich darauf zu fokussieren, wie man Protestierende loswerden könnte“, sagte Johannes Daxbacher, pensionierter Religionslehrer, am Freitag beim Protest.
Die Letzte Generation erwähnte auch die derzeitigen Unwetterschäden und Vorkommnisse in der Steiermark: „Während die Steiermark unter Wasser steht, die Auswirkungen der Klimakrise längst schon klar sind und die Wissenschaft es uns nicht eindeutiger sagen könnte, sperrt die Regierung lieber die Leute weg, die auf diese Katastrophe und Untätigkeit der Regierung hinweisen.“
Für Ärger sorgte die Aktion dennoch bei den Verkehrsteilnehmern. Auch diese waren betroffen, denn der Weg ins Büro hat vor dem Wochenende wohl länger gedauert ...
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