Rechnungsabschluss

Ein fettes Minus, aber verringerter Schuldenstand

Vorarlberg
05.06.2024 10:45
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Vorarlberger Landesregierung hat am Dienstag den Rechnungsabschluss präsentiert: 2023 betrug das Defizit rund 40 Millionen Euro, die Rücklagenreserve schmolz von 196,7 auf 126,7 Millionen Euro zusammen. Der Schuldenstand hingegen wurde verringert.

Einen besonders schönen Titel hatten man sich beim Land für die Präsentation des Rechnungsabschluss 2023 einfallen lassen. Die nicht allzu schönen Zahlen verbargen sich dieses Mal hinter der Überschrift „Entlastungen und Investitionen trotz Teuerung“.

Bei einem Budgetvolumen von rund 2,3 Milliarden Euro wurde das vergangenen Jahr mit einem satten Minus von 39,4 Millionen Euro abgeschlossen – und fiel dennoch besser als geplant aus. Das fehlende Geld wurde der Rücklagenreserve entnommen, die von 196,7 auf rund 126,7 Millionen Euro zusammenschmolz. „Trotz aller Schwierigkeiten haben wir vorausschauend Investitionen getätigt und in der Teuerungskrise richtig reagiert“, kommentierte Landeshauptmann und Finanzreferent Markus Wallner (ÖVP) das Ergebnis.

Zitat Icon

Das Jahr 2023 ist besser gelaufen als gedacht, die Situation war aber jedenfalls herausfordernd

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP)

Das bessere Abschneiden führte er auf finanzielle Hilfestellungen des Bundes und auch auf „Maßhalten“ zurück. Es sei dezidiertes Ziel gewesen, auch die Jahre 2024 und 2025 mit einer Geldreserve in Angriff nehmen zu können. Die noch verbleibende Liquiditätsreserve stammt im Wesentlichen aus einer Darlehensaufnahme im Jahr 2021.

Coronapandemie
Der Schuldenstand wurde 2023 von 476,2 auf 450,9 Millionen Euro reduziert, sämtliche Verbindlichkeiten mit variablem Zins waren bereits 2022 beglichen worden. Der Großteil der Verschuldung geht auf die Coronapandemie zurück, noch 2019 hatte sie lediglich 110,5 Millionen Euro betragen.

Die sehr hohe Inflation mit entsprechenden Lohnabschlüssen sowie die Abfederung der Teuerungskrise hätten das Jahr 2023 budgetär schwierig gemacht, meinte Wallner. So habe man etwa einen Stromrabatt für alle Haushalte (dieser läuft noch bis März 2025) eingeführt, die Richtsätze in der Sozialhilfe erhöht oder auch den Heizkostenzuschuss erweitert und ausgebaut.

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