Das Hochwasser hielt am Dienstag die Einsatzkräfte in ganz Oberösterreich auf Trab. In den Abendstunden kam dann leichte Entwarnung vom hydrographischen Dienst des Landes: In Linz sei die Spitze des Donaupegels erreicht, in den Nachtstunden sollen die Wasserstände im ganzen Bundesland wieder fallen.
Am Ende kam dann doch mehr Regen als erwartet! Am Dienstagvormittag wurde die Hochwassersituation in Oberösterreich noch einmal dramatisch: „Die Niederschläge der vergangenen Nacht waren in die Prognosen nicht eingerechnet worden, der Inn brachte den Starkregen aus den Nordalpen schneller als erwartet“, erklärte Christian Wakolbinger vom hydrographischen Dienst Oberösterreich. Deshalb traten der Inn sowie die Donau dann auch über die Ufer.
In Linz ließen sich Dienstagabend von der über das Ufer getretenen Donau manche nicht davon abhalten, die Sportgeräte und Freiflächen auf der Donaulände in Urfahr zu nutzen – wie unser Video unten zeigt. Auch viele Schaulustige waren unterwegs, die die Wassermassen bestaunten und fotografierten.
Schifffahrt auf Donau eingestellt
In Linz überflutete am frühen Dienstagmorgen die Donau das Urfahraner Marktgelände – ein Pegelstand von 6,86 Metern wurde gemessen. Die Stadt ließ weitere mobile Schutzdämme errichten. Auf der Linzer Seite wurden die Straßen im Bereich des Römerbergtunnels gesperrt, die Donauschifffahrt wurde eingestellt. Die Stadt verordnete ein Geh- und Radfahrverbot für die Wege auf beiden Uferseiten und appellierte in einer Aussendung an die Bürgerinnen und Bürger, die Nähe des Wassers zu meiden, um kein Risiko einzugehen und die Arbeiten nicht zu beeinträchtigen. In Mauthausen und Grein wurde tagsüber ebenfalls der Hochwasserschutz ausgebaut.
In Schärding wurden noch Montagabend die Innpromenade und der Parkplatz Schiffsanlegestelle gesperrt und in der Nacht weitere Elemente des mobilen Hochwasserschutzes verbaut. Im ganzen Land waren am Dienstag Feuerwehren bei 100 Einsätzen aktiv.
Entspannung in der Nacht
„Die bayrische Donau ist weiter sehr hoch, das wird die Donau auch in Oberösterreich hoch halten“, sagte Wakolbinger. Er gab in den Abendstunden aber leichte Entwarnung: „Die große Gefahr ist gebannt, weil die Niederschlagsprognosen für Mittwoch harmlos sind im oberösterreichischen Raum. Das wirkt sich natürlich positiv aus.“
In Schärding habe der Pegel des Inn bereits im Laufe des Tages zu sinken begonnen, und in Linz die Donau ihre Spitze am Abend schon erreicht. „Bis Grein haben wir noch ansteigende Wasserstände“, erklärte Wakolbinger. Im Laufe der Nacht auf Mittwoch sei aber auch dort die Spitze erreicht und mit absinkenden Pegeln zu rechnen.
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