Das Heimmatch von Bayern München in der Gruppe F gegen Punktelieferant Lille erinnerte an ein Trainingsspielchen. ÖFB-Teamspieler Alaba durfte dabei mitwirken, er spielte bei den Siegern als Linksverteidiger durch. Schweinsteiger sorgte per Freistoß für das frühe 1:0 (5.), Pizarro mit einem Flachschuss aus 16 Metern für das 2:0 (18.). Spätestens mit dem 3:0 durch einen abgefälschten Robben-Freistoß (23.) war endgültig alles klar.
Die Trefferflut ging aber munter weiter, Pizarro verwertete einen Lahm-Querpass zum 4:0 (28.). Wenig später war der Triplepack des Peruaners perfekt, Pizarro war neuerlich nach Lahm-Assist zur Stelle (33.). Es war die schnellste 5:0-Führung der Champions-League-Geschichte. Nach der Pause betrieb Lille durch Kalou (57.) Ergebniskosmetik, dann erhöhte Kroos auf 6:1 (65.).
Nicht so eklatant wie in München, aber dennoch eindeutig war zunächst die Überlegenheit von Valencia gegen das bisherige Überraschungsteam BATE Borisow. Ein Doppelpack der Spanier durch Jonas (26.) und Soldado (29./Elfmeter) bedeutete die Vorentscheidung. Feghouli erhöhte auf 3:0 (51.). Die Weißrussen kamen durch Bressan (53.) und Mozolevski (83.) heran, ehe Feghouli mit dem 4:2 (86.) alles klar machte. Bayern und Valencia (jeweils 9 Punkte) sind auf Aufstiegskurs, Borisow (6) hat aber noch Sichtkontakt.
Celtic mit Sensationssieg gegen Barcelona
Celtic Glasgow ist seit Dienstag 125 Jahre alt. Der FC Barcelona war der prominente Jubiläumsgast und standesgemäß auch klar tonangebend. Die nur körperlich klar überlegenen Schotten gingen aber in Führung, fast logischerweise per Standardsituation. Nach Corner von Mulgrew stellte der Kenianer Wanyama per Kopf auf 1:0 (21.). Barca antwortete mit einem Lattenknaller von Messi und einem Stangenschuss von Sanchez. Der Sturmlauf der Katalanen ging fast ununterbrochen weiter, Messi schoss aus allen Lagen. Doch das zweite Tor gelang wie aus dem Nichts Celtic, Watt brachte den Celtic Park mit dem 2:0 (83.) zum Beben. Das 1:2 von Messi (91.) kam zu spät.
Benfica Lissabon besiegte im zweiten Spiel der Gruppe Spartak Moskau mit zwei Toren von Cardozo (55., 69.) 2:0 (0:0). Barca kann den Ausrutscher verschmerzen, mit 9 Punkten führt man vor Celtic (7) und Benfica (4).
Chelsea-Sieg in 94. Minute
Chelsea gelang gegen Donezk ein perfekter Start. Stürmerstar Torres, der vor der Partie offiziell als EM-Torschützenkönig ausgezeichnet worden war, setzte nach, wurde von Donezk-Tormann Pijatow angeschossen, und der Ball kullerte zum 1:0 ins Tor (6.). Die Freude der "Blues" dauerte aber nicht lange, denn Willian glich wenig später für die Ukrainer aus (9.). Danach wackelte Chelsea. Doch die Londoner erhielten neuerlich Schützenhilfe von Pijatow. Der Kopfball-Rettungsversuch des Goalies landete bei Oscar, der den Ball aus 40 Metern zum 2:1 ins Tor hob (40.). Donezk blieb dominant und spielstark und glich neuerlich durch Willian zum 2:2 aus (47.). Den glücklichen Chelsea-Erfolg sicherte Moses mit einem Kopfballtreffer in der 94. Minute.
Problemlos spazierte Juventus im Parallelspiel der Gruppe zum ersten Sieg. Nach drei Unentschieden fertigten die Turiner Nordsjälland 4:0 (3:0) ab. Marchisio (6.), Vidal (23.) und Giovinco (37.) sorgten rasch für klare Verhältnisse, Quagliarella legte das 4:0 (75.) nach. Damit ist das Feld eng zusammengerückt: Donezk und Chelsea führen mit 7 Punkten knapp vor Juve (6).
ManU bereits im Achtelfinale
Mit dem vierten Sieg im vierten Match stieg Manchester United vorzeitig ins Achtelfinale auf. Die Engländer sind nach einem 3:1-Auswärtserfolg gegen Braga in der Gruppe H nach Malaga und FC Porto der dritte Klub, der bereits in der K.-o.-Phase steht. Braga ging durch einen Elfmeter von Alan (49.) in Führung, nach einer rund 15-minütigen Pause wegen eines Flutlichtausfalls war Manchester im Finish hellwach. Van Persie (80.), Rooney (84./Elfmeter) und Hernandez (92.) trafen für die Gäste.
Cluj verlor im zweiten Spiel zu Hause gegen Galatasaray Istanbul mit 1:3. Yilmaz sorgte für alle drei Treffer der Türken, Sougou glich für die Rumänen zwischenzeitlich aus.
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