Russische Angriffe
Stromtarife in der Ukraine um 60 Prozent angehoben
Aufgrund der russischen Angriffe auf Kraftwerke (siehe Video oben) wurden die Stromtarife in der Ukraine jetzt um mehr als 60 Prozent erhöht. „Das Ziel ist es, nicht ohne Strom zu bleiben und das System aufrechtzuerhalten“, sagte Energieminister Herman Haluschtschenko am Freitag.
Um die beschädigten Kraftwerke, Umspannwerke und Hochspannungsleitungen zu reparieren, seien erhebliche Mittel nötig. „Leider ist klar, dass der Beschuss von Energieobjekten durch den Feind fortgesetzt werden wird und wir müssen alle möglichen Ressourcen einsetzen.“ Es handelt sich um die zweite massive Strompreiserhöhung für die Ukrainerinnen und Ukrainer seit Kriegsbeginn.
Umgerechnet müssen ab Samstag knapp zehn Cent für die Kilowattstunde bazlt werden. Ausnahmen gibt es für die Heizperiode vom 1. Oktober 2024 bis 30. April 2025 für Elektroheizungen. Diese bezahlen etwa sechs Cent pro Kilowattstunde, wenn der monatliche Verbrauch unter 2000 Kilowattstunden liegt. Der Marktpreis liegt laut Haluschtschenko derzeit bei umgerechnet knapp 17 Cent für die Kilowattstunde.
Importe aus EU-Staaten kompensieren bedingt
Seit März hat die Ukraine eigenen Angaben nach Kraftwerkskapazitäten von knapp 8000 Megawatt verloren. Diese Verluste können nur bedingt durch Stromimporte aus den EU-Staaten ersetzt werden. Der Großteil des Stroms wurde dabei bereits vor dem Krieg durch Atomkraftwerke erzeugt.
Unter ukrainischer Besetzung sind derzeit drei Atomkraftwerke mit neun Reaktoren, die eine Gesamtleistung von etwas mehr als 7800 Megawatt haben. Das größte Atomkraftwerk des Landes und Europas Saporischschja ist seit März 2022 von russischen Truppen besetzt. Alle sechs Blöcke sind aus Sicherheitsgründen heruntergefahren.









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