Mit Rede über Flucht

Tirolerin holte beim Jugendredewettbewerb Sieg

Tirol
30.05.2024 19:00

Eine Schülerin der Polytechnischen Schule holte mit viel Mut und Können den ersten Platz beim Bundes-Jugendredewettbewerb nach Tirol! Ihre Rede bewegt, ihr Können beeindruckt.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Nicht, wenn man etwas zu sagen hat – und das hat Lana Aleid ganz eindeutig! Sie holt mit kraftvoller, klarer Stimme den ersten Platz beim 71. Bundes-Jugendredewettbewerb nach Tirol. Und das, obwohl Deutsch nicht ihre Muttersprache ist – was für eine Leistung! In der Kategorie „Klassische Rede – Polytechnischer Lehrgang“ brilliert die PTS Telfs-Schülerin mit ihrer Rede „Warteschleife Österreich“. Darin erzählt die 15-Jährige von ihrer Flucht von Syrien nach Tirol in den Jahren 2016/2017, ein einschneidendes und brutales Erlebnis in ihrer Kindheit.

Rede über Flucht als Kind führt 15-Jährige zum Sieg
Vor dem Wettstreit war Lana „volle aufgeregt“, erzählt sie im „Tiroler Krone“-Gespräch, aber mit Hilfe ihrer Freunde fand sie den Mut: „Viele haben keine Möglichkeit, von ihrer Flucht zu erzählen, weil sie die Sprache nicht beherrschen. Darum mache ich das einfach.“

Frei gesprochen, keine Hilfsmittel erlaubt
Von 27. bis 29. Mai musste sie sich mit jungen Menschen zwischen 14 und 19 Jahren aus allen Bundesländern sowie Südtirol messen. Die Jury bewertete bei den Reden den Inhalt, die Originalität der Rede, Präsentation und rhetorische Fähigkeiten. Die Redezeit musste dabei streng eingehalten werden, sonst drohte Punkteabzug. Die Klassische Rede musste zwischen sechs und acht Minuten dauern und frei gesprochen sein, außer einem Konzept waren keine weiteren Hilfsmittel erlaubt. Lob gab es vor allem für ihre Aussprache, ihre Rhetorik, ihre Ausdrucksweise und ihre außerordentlich gute Beherrschung der deutschen Sprache.

Plakolm: „Durch’s Reden kommen die Leut’ zamm“
„Großartig, wie sich hier Mädels und Burschen mit Themen auseinandersetzen, sich eine Meinung bilden und diese Meinung in Worte verpacken. Man sagt ja ,Durch’s Reden kommen die Leut’ zamm‘, und das halte ich in Zeiten wie diesen, wo Hass und Extremismus zunehmen, für enorm wichtig“, gratuliert Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) den jungen Gewinnerinnen und Gewinnern – insbesondere aber Lana Aleid.

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