Olympia-Qualifikation:

„Teamtrainerin fühlte sich körperlich bedroht!“

Oberösterreich
26.05.2024 08:00

Da lief vieles aus dem Ruder! Nach der gescheiterten Olympia-Quali des ÖRV-Achters bei der Rotsee-Regatta in Luzern knallte der Vater zweier Achter-Ersatzathleten offenbar durch. Der Ruderverband und die Teamtrainerin wollen nun Rechtsanwälte einschalten. Umgekehrt droht der Ruder-Vater mit Klagen.

Was ist vor fünf Tagen nach dem Scheitern des erst im Vorjahr ins Leben gerufenen rot-weiß-roten Ruder-Achters bei der finalen Olympia-Qualifikationsregatta in Luzern in Österreichs Mannschaftszelt passiert? Ein offenbar über den 16-Sekunden-Rückstand des viertplatzierten ÖRV-Bootes auf Sieger USA empörter Vater zwei Achter-Ersatzathleten erklärte Freitag gegenüber der „Krone“: „Ich hab’ Rita Hendes (Anm. Achter-Nationalmannschafts-Trainerin) ins Gesicht gesagt, dass ihr Einsatz okay, ihr Know-how aber veraltet ist und man mit 30 Jahre alten Methoden kein Nationalteam trainieren kann.“

Betretungsverbot ignoriert

Die Schilderung von Assistenztrainer Herbert Dieplinger klingt weniger harmlos: „Erst hat der besagte Herr schon vor der Rotsee-Regatta Eltern anderer Ruderer gesagt, welche Pfeifendeckel wir Trainer wären.“ Und weiter: „Dann wollten eigentlich nicht einmal seine eigenen Söhne, dass er in Luzern vor Ort dabei ist.“

Achter-Trainerin Rita Hendes im Begleitboot. (Bild: Dostal Harald)
Achter-Trainerin Rita Hendes im Begleitboot.

Und über den Vorfall am Rotsee sagt Dieplinger: „Trotz eines ihm gegenüber ausdrücklich ausgesprochenen Betretungsverbots ist dieser Herr ins Zelt gestürmt, hat getobt und Richtung Hendes geschrien: ,Sie werden von uns noch hören, Sie müssen weg!‘“

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Nach diesem Vorfall können wir unmöglich zur Tagesordnung übergehen.

ÖRV-Assistenztrainer Herbert Dieplinger

Dabei soll sich die 70-jährige Deutsche vom Vater der beiden ÖRV-Ruderer bedroht gefühlt haben. „Das hat Hendes zu mir so gesagt“, behauptet Dieplinger.

ÖRV-Assistenztrainer Herbert Dieplinger. (Bild: Harald Dostal)
ÖRV-Assistenztrainer Herbert Dieplinger.

 Der weiter: „Nach diesem Vorfall können wir unmöglich zur Tagesordnung übergehen. Frau Hendes und der Verband schalten einen Rechtsanwalt ein. Auch um zu klären, wie das nun weitergehen soll!“ Umgekehrt kündigt der von der „Krone“ am Samstag mit den Vorwürfen konfrontierte Ruder-Vater sogar Verleumdungsklagen an: „Das stimmt alles nicht! Ich habe Frau Hendes zwar kritisiert, aber aus 20 Metern Entfernung!“

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