Gut, Ursula von der Leyen kennt man. Aber sagen Ihnen die Namen Nicolas Schmit, Sandro Gozi, Terri Reintke und Walter Baier etwas? Es sind die europäischen Spitzenkandidaten zur EU-Wahl, heute in 15 Tagen, 74 Jahre nach der Geburtsstunde der Europäischen Union. In einer Fernsehdiskussion vor 900 Zuschauern stellten die Fünf diese Woche ihre Ideen für die Zukunft unseres Kontinents vor. Da ging es um wirklich große Themen. Um Migration, Klima, Verteidigung und Wirtschaft. Um Frieden und Wohlstand. Darum, wie die Welt für mehr als 500 Millionen Menschen in diesem Europa künftig aussehen sollte oder könnte. 500 Millionen, zu denen wir auch zählen.
Wie absurd erscheinen da die Debatten, die diesen Wahlkampf hierzulande überschatten. Der Privatkrieg eines Ehepaars gegen die 23-jährige Kandidatin der Grünen. Wöchentlich neue Enthüllungen über das Verhalten und die Glaubwürdigkeit einer jungen Frau. Umfragen, die einen Absturz ihrer Partei bei der EU-Wahl vorhersagen. Die Frage, wie sich die Affäre auf die Nationalratswahl im Herbst auswirken wird. Böse Leserbriefe mit dem Tenor: „Die“ will doch nur in Brüssel abkassieren, von Politik hat sie keine Ahnung.
Noch 15 Tage. Dann geht es um so viel mehr. Der Bundespräsident hat es in seiner Rede zum Europatag auf den Punkt gebracht. Um das Kleine – unser Land – zu schützen, muss das Große – das vereinte Europa – stark sein. Am 9. Juni entscheiden wir. Über wirklich große Themen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.