Der Kampf um die blau-gelbe Pflegemisere geht in die nächste Runde. Auch FPÖ-Politiker Klaus Otzelberger will den Pflegeberuf attraktiver machen.
Ein Blick in die Zukunft zeigt, wie wichtig eine nachhaltige Lösung des Pflegeproblemes ist: Laut Prognosen sollten in dieser Berufsgruppe im Jahr 2035 insgesamt 43.868 Personen tätig sein. Das entspricht – im Vergleich zum Jahr 2021– einem satten Plus von rund 10.000 Fachkräften oder 30 Prozent.
Suche nach neuen Pflegekräften
Aufgrund der demografischen Verschiebung zwischen erwerbsfähiger Bevölkerung und der Gruppe nach der Erwerbsfähigkeit ist eine Bedarfsdeckung langfristig allerdings eine echte Herausforderung. Jobprojekte dazu laufen. Experten sind sich einig, dass zum Beispiel die Zusammenarbeit mit der Uni Hanoi (Vietnam) zwar positive Effekte auslösen wird, aber alleine die Pflegemisere nicht lösen kann.
Es wäre gut, jedem Mitarbeiter im Krankenhauswesen ein Kontingent von 20 steuerfreien Überstunden im Monat zu ermöglichen.
FPÖ-Politiker Klaus Otzelberger
Klaus Otzelberger, FPÖ-Politiker und Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, glaubt ein Rezept gefunden zu haben: „In den Gesundheitsberufen sollten alle Mitarbeiter beispielsweise 20 Überstunden pro Monat steuerfrei ausbezahlt bekommen.“
So steige die Motivation, Überstunden zu leisten und der Bedarf könne zumindest kurzfristig überbrückt werden. „Aber auch langfristig muss der Gesundheitsberuf wieder attraktiver werden. Hier bedarf es einiger Änderungen und Verbesserungen. Eine angemessene Entlohnung und persönlich zugeschnittene Arbeitszeitmodelle, um Arbeit und Familie gut zu organisieren, wären Beispiele dafür“, bekräftigt Otzelberger.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.