Mo, 24. September 2018

Sonntagsspiele

07.10.2012 20:21

Rapid zittert sich zu einem Punkt, auch Austria mit Remis

Der SK Rapid hat in der elften Runde der tipp3-Bundesliga die Tabellenführung verloren. Die Hütteldorfer erreichten am Sonntag gegen den SC Wiener Neustadt vor 13.600 Zuschauern im Hanappi-Stadion nach Treffern von Rakowitz (9.) bzw. Boyd (86.) nur ein 1:1 und rutschten damit hinter Salzburg auf Rang zwei zurück. Ebenfalls 1:1 endete das Gastspiel der Austria bei Sturm Graz.

Rapid - Wiener Neustadt 1:1
Beim Führungstor durch Rakowitz wirkte Rapid in Gedanken noch beim unglücklichen 0:2 in der Europa League bei Metalist Charkiw. Mimm zog ungehindert auf der rechten Seite davon und spielte auf Rakowitz, dessen Schuss von Königshofer pariert wurde - Martschinko brachte den Ball aber noch einmal zur Mitte, wo Rakowitz wartete und aus kurzer Distanz einschoss.

Danach zogen sich die Gäste weit zurück, die im Vergleich zum Charkiw-Match an drei Positionen veränderten Rapidler agierten gegen die Menschenmauer vor dem gegnerischen Strafraum völlig ideenlos. Einzige Ausbeute waren zunächst harmlose Schüsse von Ildiz (12.) und Trimmel (33.) sowie relativ ungefährliche Kopfbälle von Prager (34.) und Ildiz (38.). Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurde der Druck etwas größer, mehr als ein knapper Fehlschuss von Ildiz (45.) schaute aber nicht heraus.

Nach dem Seitenwechsel kam Alar für den an Augenproblemen laborierenden Hofmann, an der Charakteristik des Spiels änderte sich dadurch wenig. Rapid fand kein Rezept gegen die cleveren Wiener Neustädter und spielte lange keine einzige hochkarätige Chance heraus. Halbwegs vielversprechend waren lediglich ein Fehlschuss von Pichler in der 62. Minute und 16 Minuten später eine Hereingabe von Trimmel, die Alar und Boyd verpassten.

In der 86. Minute durften die Gastgeber doch noch über den Ausgleich jubeln. Nach Vorlage von Grozurek spielte Trimmel einen scharfen Pass zur Mitte, wo Boyd goldrichtig stand. So blieb Rapid auch die fünfte Bundesliga-Partie in Folge ungeschlagen. Die Niederösterreicher wiederum verpassten knapp ihren zweiten Sieg in den jüngsten 24 Meisterschaftspartien, machten aber immerhin einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

Sturm - Austria 1:1
Sturm-Trainer Hyballa zog bei der Nominierung seiner Startelf eine große Überraschung aus dem Hut. Stammgoalie Gratzei wurde zum Reservisten degradiert, für den 31-Jährigen rückte der um neun Jahre jüngere Focher ins Tor. Focher war im vergangenen Sommer vom deutschen Meister Dortmund zu den Grazern gewechselt. Anstelle von Szabics und Weber kamen Tobias und Florian Kainz zum Zug.

Die neu zusammengewürfelte Truppe wurde von den Wienern kalt erwischt. Nach weitem Pass von Suttner enteilte Hosiner Vujadinovic und schoss zum 1:0 (7.) ein. Debütant Focher berührte den Schuss noch, der Ball landete jedoch im linken Eck. Bereits in der 15. Minute gelang den Grazern der Ausgleich. Nach einer Attacke von Suttner an Hölzl entschied der schweizerische Unparteiische Bieri auf Elfmeter, Florian Kainz verwertete den Strafstoß souverän ins linke Eck (15.).

Nach der turbulenten Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen. Die Austria war leicht spielbestimmend, bei einigen gefährlichen Flanken der Wiener zeigte sich Focher kompromisslos und sicher. Bei Schüssen von Mader(32.) und Jun (45.) hatte Sturms neue Nummer eins keine Mühe (32.), ein Gorgon-Freistoß strich knapp an seinem Tor vorbei (37.). Austria-Goalie Lindner musste sich vor der Pause lediglich bei einem Schuss von Sukuta-Pasu auszeichnen (42.).

Ähnlich wie in der ersten Spielhälfte war auch die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten höchst unterhaltsam. Bei den Grazern verfehlte Okotie knapp das lange Eck (49.), einen Schuss von Tobias Kainz fischte Lindner mit einer Glanzparade aus dem linken Kreuzeck (52.). Eine Austria-Chance von Jun wurde von Focher entschärft (51.), bei einem weiteren Versuch von Jun zeigte der junge Deutsche neuerlich einen starken Reflex (65.). Bei einem gefühlvollen Weitschuss von Mader hatte Focher Glück, dass der Ball das Tor knapp verfehlte (59.).

Das Glück stand den Grazern auch im Finish zur Seite: Ein Kopfball-Treffer des eingewechselten Austrianers Rotpuller wurde wegen angeblichen Fouls gegen Vujadinovic aberkannt (86.), ein Mader-Schuss von der Strafraumgrenze verfehlte das Sturm-Tor um wenige Zentimeter (91.).

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