Gegen Ried führte der Drei-Millionen-Mann, der vor drei Wochen vom deutschen Zweitligisten VfR Aalen gekommen war, im Mittelfeld Regie, als ob er schon jahrelang in Salzburg spielen würde. "Ich bin schon voll integriert. Aber es hätte noch besser sein können", merkte Kampl nüchtern an.
Für Trainer Roger Schmidt war die nahtlose Integration des Neuzugangs aber keine Überraschung. "Er hat bei Aalen aufgezeigt und auch in den Trainings bei uns bewiesen, dass er ein Spieler ist, der Einfluss auf das Spiel nehmen und jederzeit die Initiative ergreifen will", befand der Deutsche.
Jupp Heynckes war "ein super Förderer"
Sein Handwerk lernte Kampl, erst vor zwei Monaten nach einem Jahr beim Drittligisten VfL Osnabrück zum Zweitligisten Aalen gewechselt, bei Leverkusen. "Mein großes Ziel war der Durchbruch bei Leverkusen", erklärte er auf einer Pressekonferenz. "Ich bin dort 15 Mal im Kader gestanden, aber die Situation war relativ schwierig", meinte Kampl, der mit Jupp Heynckes aber "einen super Förderer" hatte.
"Zu 100 Prozent auf Salzburg fokussiert"
Das Ziel deutsche Bundesliga hat Kampl freilich nicht aus den Augen verloren, derzeit liege der Fokus aber "zu 100 Prozent auf Salzburg. Ich wollte diese Chance nutzen, weil es hier um den Titel geht und nicht wie bei Aalen um den Abstieg", betonte Kampl. "Ich will mich hier weiterentwickeln und verbessern und habe mit Roger Schmidt und Ralf Rangnick die richtigen Förderer dafür."
Dass hierzulande ein "anderer Fußball" gespielt werde, sei kein Problem. "Er ist hier stärker durch Zweikämpfe und viel Laufarbeit geprägt, da muss ich mich erst daran gewöhnen. Aber ich kann auch schon mal dazwischenhauen."
Treu bleiben will er aber nicht nur seiner derzeitigen Form, sondern auch der Frisur. Kampl: "Ich hatte zuletzt schon immer verrückte Frisuren und habe auch die Farbe immer gewechselt. Das Blond hat mir Glück gebracht, es wird vorerst so bleiben."
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