Zwei neue Standorte

Lerncafés: Solidarität und Unterstützung

Vorarlberg
23.04.2024 16:36

In ganz Vorarlberg engagieren sich Freiwillige, um Kids beim Pauken zu helfen – gelernt wird dabei aber mehr als nur Schulstoff.

Nicht alle Kinder bekommen Nachhilfe, wenn sie in der Schule mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Und auch nicht alle Kids haben einen eigenen Schreibtisch zur Verfügung, an dem sie in Ruhe ihre Hausaufgaben erledigen können. Zudem: nicht sämtliche Eltern sind die perfekten Lernhilfen, teils haben sie schlicht und einfach keine Zeit für den Nachwuchs. Um diese unterschiedlichsten Startpositionen auszugleichen, gibt es Einrichtungen wie die Caritas Lerncafés, in denen Kindern gratis Unterstützung beim Pauken geboten wird. 122 Freiwillige engagieren sich in den insgesamt 16 Einrichtungen in ganz Vorarlberg, knapp 450 Kinder besuchen die Lerncafés regelmäßig.

Der Erfolg gibt dem Konzept recht: Laut einer Evaluierung der Pädagogischen Hochschule schließen zwischen 96 und 100 Prozent der betreuten Kids das Schuljahr positiv ab. Zudem verbessern über 90 Prozent zumindest in einem Hauptfach die Semesternote.

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Die Kinder bekommen in den Lerncafés das Gefühl, dass es einen Erwachsenen gibt, der wirklich an sie glaubt.

Vorarlbergs Caritas-Direktor Walter schmolly

Nicht nur Deutsch und Mathe werden trainiert
Wegen des großen Erfolgs und der anhaltenden Nachfrage werden nun zwei weitere Standorte hinzukommen: in Egg und in Riezlern. Das Land investiert heuer 500.000 Euro in die Lerncafés, wie Landeshauptmann Markus Wallner am Dienstag ankündigte. Caritas-Chef Walter Schmolly betonte, dass in den Lerncafés noch ganz andere Kompetenzen als Mathe und Deutsch trainiert werden, denn die Kinder lernen durch die Unterstützung der freiwilligen Erwachsenen das Lernen an sich, als Folge sinkt die Schulangst.

Zusammenhalt in der Gruppe spüren
Zudem bekommen die Kids, die meist in schwierigen Verhältnissen aufwachsen, das Gefühl, dass es zumindest einen Erwachsenen gibt, der wirklich an sie glaubt. „Das ist ganz entscheidend für die Entwicklung dieser Kinder“, erklärte Schmolly. Weitere positive Auswirkungen sind das Erfahren von Zusammenhalt und Solidarität in der Gruppe. Der Caritas-Direktor betonte, dass der vielzitierte gesellschaftliche Zusammenhalt gerade durch solche Einrichtungen gestärkt werden würde.

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