Trotz Stabilisierung

Fassade von Börse in Kopenhagen eingestürzt

Ausland
18.04.2024 18:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Mauerwerk des ausgebrannten Teils der historischen Börse in Kopenhagen ist eingestürzt. Die Wände seien trotz Stabilisierung zusammengebrochen, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagnachmittag. Laut den Einsatzkräften wurde niemand verletzt.

Die Einsatzkräfte hatten Stunden zuvor noch versucht, die Mauern nach dem Brand zu retten, indem sie Container mit Betonblöcken aufgestellten. Diese waren mit Gerüsten um das Gebäude herum verbunden. Am Freitag hätten der gesamte Schutt und andere Trümmer am Boden des Gebäudes entfernt werden sollen.

Wie berichtet, war das Feuer am Dienstag unter dem Kupferdach des Backsteingebäudes aus dem 17. Jahrhundert ausgebrochen. Es hatte sich vom Dach nach unten ausgebreitet. Stundenlang schlugen riesige Flammen in den Himmel und dichter schwarzer Rauch stieg auf. Der markante Turm stürzte auf die Straße. Etwa die Hälfte der historischen Börse brannte ab.

Kunstwerke in Sicherheit
Mehrere hundert Kunstwerke konnten vor den Flammen noch in Sicherheit gebracht werden. Weshalb der Brand ausbrach, wird derzeit noch ermittelt. Am Donnerstagnachmittag hieß es, dass es aufgrund von Einsturzgefahr zu unsicher sei, hineinzugehen.

Mehrere Straßen rund um die historische Börse in Kopenhagen sollen noch bis Montag gesperrt bleiben. Das Gebäude liegt auf der östlichen Spitze der Insel Slotsholmen am Holmens Kanal gegenüber der Dänischen Nationalbank und ist eine Attraktion für Touristinnen und Touristen. Da Restaurierungsarbeiten durchgeführt worden waren, war das gesamte Gebäude eingerüstet.

Bürgermeister für Wiederaufbau
Zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer haben sich bereits für einen Wiederaufbau ausgesprochen. „Das Gebäude ist einfach lebenswichtig für Kopenhagen und die gesamte Kulturgeschichte Dänemarks“, schrieben die sieben Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Kopenhagens in einer gemeinsamen Erklärung kurz nach dem Brand. Auch der Inhaber des Bauwerks zeigte sich diesbezüglich zuversichtlich.

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