Michael Konsel: Ich kann die Partie kaum erwarten. Ich hab' ein gutes Gefühl. Wir siegen 2:1. Weil die Form passt, Österreich endlich wieder eine harmonische Einheit ist.
Herbert Prohaska: Richtig! Ein Sieg wäre eine Sensation, ein Remis eine Überraschung. Mein Tipp: 1:1.
Konsel: Herbert, du warst in Cordoba dabei. Wie habt ihr damals das 3:2 gefeiert?
Prohaska: Uns war nach dem Schlusspfiff gar nicht bewusst, was wir mit diesem Sieg in Österreich ausgelöst haben. Wir haben das 3:2 bei der WM vor Ort gar nicht gefeiert, sind sogar im selben Flieger mit den Deutschen nach Hause gereist.
Konsel: Mein Erfolgserlebnis gegen die Deutschen war ein 0:0 1992 in Nürnberg. Und als Rapid-Goalie hab' ich gegen Weltmeister Andy Brehme 1990 einen Elfer gehalten. Damals besiegten wir Rapidler daheim Inter mit 2:1.
Prohaska: Es wird jedenfalls Zeit für ein neues Cordoba. Seit 34 Jahren reden wir von diesem Match, aber man spricht uns halt immer wieder auf dieses 3:2 an.
Konsel: Wir haben wieder das Zeug, Geschichte zu schreiben. Das spüre ich. Ich sehe gute Legionäre, einige starke Säulen. Und Teamchef Marcel Koller hat bisher perfekt gearbeitet.
Prohaska: Düdelingen hat Salzburg bezwungen, die Kleinen können im Fußball oft die Großen ärgern. Jetzt sind wir an der Reihe.
Konsel: Ich glaub' an das Wunder, wir brauchen wieder eine Fußball-Euphorie!
Prohaska: Ich schlag' dir ein Spielchen vor: Was würdest du tun, falls wir am Dienstag gewinnen?
Konsel: Als Dank würde ich den Heurigen-Wirten bei mir daheim bei der Weinlese helfen.
Prohaksa: Okay! Und ich springe als Hilfskraft beim Friseursalon vom Andy Ogris ein. Beim Haarewaschen bin ich unschlagbar.
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