Eine unappetitliche Beilage hat eine Wienerin in einer Packung Tiefkühlgemüse vor Kurzem entdecken müssen. Zwischen Babykarotten und Brokkoliröschen schaute ein Mäusekopf hervor. „Wir haben das Gemüse dann gleich mit der ganzen Pfanne weggeschmissen“, schilderte die Leserreporterin den schaurigen Vorfall im „Krone“-Gespräch.
Die 23-Jährige wollte am Dienstag für sich und ihren Vater kochen. Als Beilage sollte es „Röstgemüse 4 Jahreszeiten“ geben. „Erst habe ich den Kopf gar nicht bemerkt, weil er unter dem Gemüse versteckt war“, so die Wienerin. Erst als das Gemüse schon eine Zeit lang in der Pfanne war, machte sie beim Umrühren die grausige Entdeckung. „Es war ein großer Schock. Ich hatte sogar Tränen in den Augen“, so die Leserreporterin.
„Mein Vater musste es entsorgen“
Es hätte aber noch viel schlimmer kommen können. „Zum Glück habe ich zwischendurch nicht davon gekostet“, so die Wienerin. Sie sei froh gewesen, dass sie nicht alleine zu Hause war. „Mein Vater hat das dann entsorgen müssen, mir hat zu sehr davor gegraust.“ Auch die Pfanne und der Kochlöffel landeten im Müll.
Nachdem sie den Schock am nächsten Tag etwas überwunden hatte, nahm sie Kontakt zu dem Unternehmen auf. „Ich habe die Bilder zusammen mit dem Produktcode geschickt. Es hieß, es kann aber zwei Wochen dauern, bis ich eine Antwort bekomme“, so die 23-Jährige.
Iglo: „Bedauerlicher, aber letztlich Einzelfall“
Das Unternehmen Iglo zeigte sich in einer Stellungnahme „ebenfalls von diesem Ereignis überrascht“. Es handle sich um einen „bedauerlichen, aber letztlich Einzelfall“, betonte Alfred Jansen von Iglo. Man habe sofort reagiert, als man von der Wienerin über den Vorfall in Kenntnis gesetzt wurde. Alle im Markt verfügbare Produkte der entsprechenden Charge seien aus dem Regal genommen worden. Zudem wurde gemeinsam mit dem externen Lieferanten eine Untersuchung eingeleitet, um herauszufinden, wie es dazu kommen konnte.
Gemüse wird zweimal auf Fremdkörper untersucht
Bei der Gemüseernte vertreiben die lauten Maschinen eigentlich alle Tiere, die sich auf dem Feld befinden, erklärte das Unternehmen. Danach werden das Gemüse gereinigt und Fremdkörper, wie Äste oder Papier, automatisch aussortiert. Daraufhin folgt noch eine manuelle Sichtung von Mitarbeitern, die die Ware am Fließband auf verbliebene Bestandteile prüfen und diese aussortieren.
Iglo betont, dass „für uns Lebensmittelsicherheit an erster Stelle steht und wir ein positives Esserlebnis ermöglichen wollen“. Bei der Wiener Familie wolle man sich „aus vollem Herzen entschuldigen“. Man wolle sich für „die entstandenen, bedauerlichen und nachvollziehbaren Unannehmlichkeiten bei der Familie erkenntlich zeigen“, versprach das Unternehmen.
Bleibt zu hoffen, dass es sich bei der Wiedergutmachung nicht um Produkte handelt: Denn auf Tiefkühlgemüse hat die junge Wienerin vorerst keine Lust mehr, wie sie der „Krone“ verriet.
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