"Nach einem 0:0 in der vorletzten Runde auswärts gegen Panionios waren wir fix Meister. Bei der Landung am Flughafen haben uns 10.000 Fans empfangen und waren so enthusiastisch, dass sie mir fast das Hemd vom Leib gerissen haben. Wir haben dann mit Bodyguards die Flucht ergriffen", erzählte der 71-Jährige.
"Extrem heißblütige Fans"
An der Leidenschaft der Anhänger habe sich seither nichts verändert. "PAOK hat extrem heißblütige Fans, Rapid kann sich auf einen wahren Hexenkessel gefasst machen", sagte Skocik, der den griechischen Fußball nach wie vor intensiv verfolgt. "PAOK hat eine sehr gute Mannschaft und spielt in einer Liga, die besser als die österreichische ist. Leicht wird es nicht für Rapid."
Skocik wurde mit Rapid als Spieler von 1960 bis 1968 viermal Meister und arbeitete von 1979 bis 1982 als Trainer bei den Hütteldorfern. Danach kam der Wiener über Las Palmas und Larissa nach Thessaloniki, wo er von Juni 1984 bis April 1986 unter Vertrag stand. "Das war eine der schönsten Zeiten in meinem Leben", schwärmt der 14-fache ÖFB-Teamspieler noch immer von seinem Aufenthalt in der zweitgrößten Stadt Griechenlands.
Heiße Rivalität zu Athener Klubs
Mit der Hauptstadt Athen verbindet die PAOK-Fans eine feurige Rivalität. "Der Klub definiert sich eigentlich durch die Gegnerschaft zu den Athener Vereinen Olympiakos, Panathinaikos und AEK. Aber auch in den Stadtderbys gegen Aris war immer viel los, da sind wir nachher oft stundenlang nicht aus der Kabine gekommen", meinte Skocik.
Auch Rapid machte bereits Bekanntschaft mit der Begeisterungsfähigkeit des PAOK-Anhangs. In der ersten Runde im Cup der Cupsieger 1972/73 endete das Hinspiel in Wien 0:0, in der Schlussphase des Rückspiels war die Stimmung derart aufgeladen, dass sogar für einige Minuten unterbrochen werden musste. Dennoch reichte den Grün-Weißen ein 2:2 auch dank des ersten Europacup-Treffers von Hans Krankl zum Aufstieg.
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