„Gott schaute auf sein geplantes Paradies und sagte: Ich brauche einen Kümmerer. Also gab uns der Allmächtige Trump.“ Mit diesen salbungsvollen Worten ist ein Video unterlegt, das Trump kürzlich an seine Anhänger verschickte.
Donald Trump, der Erlöser. So sieht er sich gerne. Er, der Inbegriff der Virilität, der größte Unternehmer und Entertainer aller Zeiten – und als Präsident sowieso auf einer Stufe mit Washington oder Lincoln. Bei so viel Herrlichkeit kann anscheinend auch Jesus Christus kaum mithalten.
Dass Trump nicht einmal mehr das Heiligste heilig ist, bewies er ausgerechnet rund um das Osterfest. Der von hohen Prozesskosten geplagte „Messias“ bewarb nun seine ganz eigene Bibel. Neben den schnöden Bibelversen enthält sie u. a. die „Bill of Rights“, den Wahlkampfsong „God Bless America“ – und natürlich Fotos des selbst ernannten „Geschenks des Allmächtigen“. Heiliger Trump, bitte für uns! Ein Buch, nicht weniger als ein Bollwerk zur Verteidigung christlicher Werte, die angegriffen werden wie nie zuvor, wie er betont. Ausgerechnet er, der sich bis dahin wenig scherte, christliche Werte mit Füßen zu treten, will Amerika zum Glauben zurückführen. „Make America Pray Again“ – was für eine Blasphemie.
Trumps „Lieblingsbuch“ gibt es übrigens um rund 60 Dollar zu kaufen. Eine normale Bibel bekommt man in den USA bereits ab ca. 8 Dollar.
Nicht schwer zu erkennen, welchen Gott Trump in Wahrheit anbetet . . .
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