Im Vorjahr feierte das Finalturnier im Grazer Sportpark seine Premiere! Ikast Handbold jubelte über den Sieg im zweithöchsten Europacup-Bewerb der Handball-Damen. Am 11./12. Mai steht die Steiermark wieder im Blickpunkt: Gloria gegen Dunarea Braila (Rum) und Storhamar (Nor) gegen Nantes duellieren sich um den Finaleinzug.
Dass Graz erneut das Finalturnier austrägt, kommt überraschend. Denn: Der Zuschaueransturm im Vorjahr hielt sich in Grenzen. Nur rund 1200 Fans strömten pro Spieltag in die schmucke Halle, die meisten davon aus dem Ausland. Die heimischen Handball-Freunde ließ das Event großteils kalt. „Der europäische Verband IHF will einen neutralen Spielort etablieren. Die zentrale Lage von Graz passt und die Halle hat der IHF-Präsident als perfekt gepriesen“, sagt Sportpark-Geschäftsführer Markus Pichler.“
„Wirtschaftlicher Faktor“
Die Hausherren stellen lediglich die Infrastruktur und das Know-how zur Verfügung. Pichler: „Wir versuchen den Verband bestmöglich zu unterstützen.“ Ob das Finalturnier ein finanzieller Bauchfleck ist oder nicht, kann den Steirern egal sein. „Aber falls das Finale auch heuer von den Fans nicht wirklich angenommen wird, wird sich der Verband wohl etwas überlegen“, erklärt Pichler.
Fix ist indes: Der Sportpark ist längst ein wirtschaftlicher Faktor für Graz geworden. „Mit vielen Veranstaltungen bringt er Tausende Nächtigungen. Im Mai etwa gehen die Badminton Open über die Bühne – mit rund 800 Teilnehmern. Das zeigt die Dringlichkeit solcher Hallen.“
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