Steirischer Aufreger

169 abnorme Rechtsbrecher in Pflegeheimen

Steiermark
27.03.2024 07:00

Die Zahl der geistig abnormen Rechtsbrecher, die in normalen Pflegeheimen untergebracht sind, bleibt weiterhin hoch! 169 Personen „mit forensischem Hintergrund“ waren im Jahr 2023 in steirischen Heimen. Das ergab eine FPÖ-Anfrage bei Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP).

Bereits im Jahr 2021 hat die „Steirerkrone“ über die steigende Zahl der Personen „mit forensischem Hintergrund“ berichtet, die in heimischen Pflegeheimen untergebracht sind. „Es ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar, dass geistig abnorme Rechtsbrecher nach wie vor in steirischen Pflegeheimen Tür an Tür mit rechtschaffenen, betagten Menschen untergebracht werden“, sagt FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek. Auf Anfrage seiner Partei hat nun der steirische Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) aktuelle Zahlen erhoben.

Zahlen bleiben auf hohem Niveau
169 geistig abnorme Rechtsbrecher wurden im Jahr 2023 in steirischen Pflegeheimen untergebracht – allein 63 davon im Bezirk Deutschlandsberg. Zwar ist die Zahl im Vergleich zu 2022 (185) damit leicht zurückgegangen, bleibt aber auf hohem Niveau. Und nur 19 der Personen, die im Vorjahr betreut wurden, waren älter als 75 Jahre.

FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek
FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek(Bild: Christian Jauschowetz)

 „Tatsache ist, dass es sich bei diesen Personen zum überwiegenden Teil um Menschen ohne entsprechende Pflegestufe handelt, viele von ihnen sind auch noch jünger als 50 Jahre. Diese Personengruppe hat somit eigentlich nichts in einem Altersheim zu suchen“, sagt Kunasek.

„Bedarf für eigenständige Betreuung ist gegeben“
Der Problematik ist sich auch Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl bewusst: „Die Zahlen zeigen, dass der Bedarf für eine eigenständige Betreuung von psychisch erkrankten Straftätern gegeben ist. Und das betrifft sicher nicht nur die Steiermark“, sagt er und nimmt vor allem die zuständige Justizministerin Alma Zadic von den Grünen in die Pflicht. „Da braucht es einen klaren Plan des Bundes. Die Justizministerin muss prüfen, wie im Maßnahmenvollzug mit der steigenden Anzahl immer älter werdender Straftäter umgegangen werden soll. Vielleicht ist die Erweiterung der forensischen Zentren um Pflegeeinrichtungen notwendig. Der Status quo ist jedenfalls mehr als unbefriedigend.“

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