14.08.2012 10:23 |

Wog 74 Kilogramm

US-Forschern geht größter Python Floridas ins Netz

Wissenschaftler haben im US-Bundesstaat Florida einen riesigen Tigerpython gefangen und eingeschläfert. Die Schlange wog mehr als 74 Kilogramm und war über fünf Meter lang. Damit handelt es sich um das größte Exemplar, das je in dem Bundesstaat gefunden wurde. In den Everglades sind die Tiere mittlerweile zur Plage geworden, da sie das dortige Ökosystem massiv schädigen.

Der tote Python wurde zu Untersuchungen in das Naturgeschichtliche Museum von Florida gebracht. Das Weibchen war trächtig und hatte 87 Eier im Leib. "Das Ding ist ein Monstrum, es ist etwa einen Fuß (30,5 cm) breit", zitierte die Universität Florida am Montag (Ortszeit) den Forscher Kenneth Krysko. Ein solcher Tigerpython sei in der Lage, alles zu fressen, was er wolle.

Die Pythons sind ein großes Problem in den Everglades im Süden Floridas. Zehntausende leben dort in freier Wildbahn. Krysko, Leiter der Reptiliensammlung des Museums, betont in der Aussendung, man müsse der Schlangenplage dringend Einhalt gebieten: "Das Problem ist, dass diese Tiere in der Wildnis sehr lange überleben, da sie keine natürlichen Feinde haben. Nichts kann sie aufhalten."

Pythons zum Abschuss freigegeben
Die US-Behörden haben den Import der aus Asien stammenden Schlangen mittlerweile verboten und sie zum Abschuss freigegeben. Die Population in dem tropischen Marschland in Floridas Süden konnte aber dadurch bisher kaum gesenkt werden.

Experten schätzen ihre Zahl nun auf mehr als 10 000. Vor 25 Jahren gab es nur wenige Exemplare, berichtete Krysko. "Nun kann man jeden Tag in den Everglades einen Tigerpython sehen. Wir haben einmal 14 an einem einzigen Tag gefunden."

Federn im Magen der Schlange gefunden
Das nun gefangene Pythonweibchen sei in einem gesundheitlich ausgezeichneten Zustand gewesen, so die Wissenschaftler. In ihrem Magen wurden Federn gefunden, die nun von den Ornithologen des Museums identifiziert werden, um mehr über die Jagdgewohnheiten der Schlagen zu erfahren.

Hauptsächlich erbeuten sie Wasservögel und Hirsche, aber auch der eine oder andere junge Alligator soll schon auf der Speisekarte der Monsterschlagen gestanden haben. Es wird vermutet, dass die ungiftigen Würgeschlangen ursprünglich zum Teil als Haustiere gehalten worden waren und von ihren Besitzern ausgesetzt wurden.

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