Montag, 11 Uhr: Noch neun Stunden bis zum Spiel. Franco Foda bittet am Betzenberg, der stolz über Kaiserslautern thront, zum Geheimtraining unter Ausschluss der Öffentlichkeit. "Wir üben noch einige Standards", sagt der Coach, der für die "Krone" eine Ausnahme macht und die Tore des Fritz-Walter-Stadions öffnet. Von Anspannung ist bei Sturms Meistermacher vorm Saisonstart keine Spur. Foda ist cool: "Wir sind gut drauf."
20:15 Uhr: Anpfiff! Foda hält es nicht lange auf der Bank, im Stehen verfolgt er das Spiel.
21:18: Wie versteinert nimmt Foda in der 47. Minute das 1:0 für Union Berlin zur Kenntnis.
21:24: 0:2! Foda ist geschockt, steht wie angewurzelt in der Coaching-Zone.
21:29: Idrissou verkürzt auf 1:2, der Betzenberg bebt. Foda verzieht keine Miene.
21:43: 2:2! Wieder trifft Idrissou – die Fans flippen aus, Foda streckt die geballte Faust in den Abendhimmel.
21:57: Zuck macht in der 87. Minute das 3:2 für Lautern, 31.680 Fans sind aus dem Häuschen und Foda außer sich vor Freude.
22:02: Nachspielzeit, Foda sieht das Unglück kommen, schreit, gestikuliert hektisch. Vergebens. Die Berliner machen das 3:3. Foda ist wieder zur Statue mutiert. Schlusspfiff. Foda verschwindet sofort in den Stadionkatakomben.
22:45: "Es war das erwartet schwierige Spiel, nach dem 0:2 haben wir uns toll zurückgekämpft. Aber in der Nachspielzeit darfst du nicht so ein Tor kassieren. Das Ergebnis passt daher nicht ganz", sagt Foda bei der Pressekonferenz.
23:45: Der Lautern-Coach macht sich mit Gattin Andrea auf den Heimweg. Foda: "Es war ein verrücktes Debüt." In dem er durch Himmel und Hölle ging.
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