22.07.2012 19:19 |

Syrien-Konflikt

Granateneinschlag nahe UN-Stützpunkt des Bundesheeres

Der syrische Bürgerkrieg hat das österreichische UNO-Kontingent in der Pufferzone zwischen Israel und Syrien erreicht. Die Truppen des Assad-Regimes schossen bei ihrer Jagd auf "Rebellen" mit Artillerie in die Ortschaft Jbatha al-Khashab in der von den Österreichern kontrollierten Zone.

Die Artilleriegeschosse schlugen in der Pufferzone nur 100 Meter neben einem Beobachtungsposten unserer Blauhelm-Soldaten ein. Die 13 seit Beginn des Aufstandes in Syrien mit Splitterschutzwesten ausgerüsteten Bundesheerangehörigen blieben unverletzt. Sie zogen sich in den Schutzbunker der "Position 37" zurück.

Die Israelis haben den Zwischenfall von ihrer Position auf dem Hermon-Berg aus genau verfolgt, fotografiert und sofort veröffentlicht (Bild). Mit einer scharfen Reaktion der Regierung in Jerusalem wird gerechnet.

Der Beschuss durch die Armee des Assad-Regimes stellt eine klare Verletzung des UNO-Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und Syrien dar. Auch wenn die Artillerieeinschläge "nur" Querschläger gewesen sein sollten, spielt das in der Beurteilung keine Rolle: Die Armee Bashar al-Assads hat sich so zu verhalten, dass die Pufferzone durch keine sogenannten Querschläger getroffen wird.

Assad-Armee hat Gegenoffensive gestartet
Mit Beginn des Fastenmonats Ramadan hat die Assad-Armee eine massive Gegenoffensive gegen die Aufständischen gestartet. Wie Augenzeugen berichteten, ließ Assad am Sonntag erstmals einen Außenbezirk der Hauptstadt massiv bombardieren. Bereits am Samstag hatte das Militär nach Angaben der Opposition den Vorort Schaba überrannt. Im Damaszener Oberklasse-Viertel Al-Messe, wo viele höhere Offiziere der Sicherheitskräfte leben, gelang es hingegen den Rebellen der Freien Syrischen Armee nach eigenen Angaben, einen Militärstützpunkt einzunehmen.

Wie für alle anderen Informationen gab es dafür von unabhängiger Seite aber keine Bestätigung. Im Chaos drohen nun auch noch Chemiewaffen in falsche Hände zu geraten. Israel will das um jeden Preis verhindern - siehe Story in der Infobox.

Türkei stationiert Abwehrraketen an der Grenze
Unterdessen wurde bekannt, dass die türkische Armee mehrere Boden-Luft-Raketen an der Grenze zu Syrien installiert. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag berichtete, traf ein Zugkonvoi mit den Waffen sowie Truppentransportern in Mardin im Südosten des Landes ein. Die Ausrüstung solle auf die Einheiten verteilt werden, die entlang der Grenze stationiert sind.

In den vergangenen Tagen hatten syrische Rebellen drei von sieben Posten an der Grenze zwischen Syrien und der Türkei erobert. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit Beginn der Unruhen gegen Syriens Staatschef und dessen blutigem Vorgehen gegen die Opposition gespannt. Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan forderte Assad wiederholt zum Rücktritt auf. Nach dem Absturz eines türkischen Kampfjets, für den Ankara Syrien verantwortlich macht, verschlechterten sich die Beziehungen weiter.

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