20.07.2012 22:42 |

Erste-Liga-Auftakt

Kapfenberg kommt in Lustenau mit 0:5 unter die Räder

Kapfenberg hat am Freitag einen veritablen Fehlstart in die neue Saison der Ersten Liga hingelegt. Der Bundesliga-Absteiger geriet in der - mit 26 Toren äußerst trefferreichen - ersten Runde bei Austria Lustenau mit 0:5 unter die Räder. Indes entging Titelkandidat Altach bei Aufsteiger Horn knapp einem Punkteverlust: Ein umstrittener Elfmeter in der Schlussphase rettete den Vorarlbergern den 4:3-Erfolg.

Austria Lustenau - Kapfenberg 5:0 (3:0)
Die Austria, der Vierte der Vorsaison, der im Sommer auch Rapid-Innenverteidiger Jürgen Patocka holte, dominierte das Spiel über weite Strecken und ging durch Zwischenbrugger und Salomon innerhalb von sieben Minuten verdient mit 2:0 in Führung. Dass Sanel Kuljic vom Elfmeterpunkt an Kofler scheiterte - der Szene war ein Foul an Elsneg im Strafraum vorangegangen - sollte sich für die Gäste noch rächen.

Denn kurz vor der Pause schlug Salomon erneut zu, Thiago sorgte kurz nach dem Seitenwechsel schließlich für die Vorentscheidung zugunsten des Teams von Helgi Kolvidsson, das zum Auftakt noch auf Sascha Boller (verletzt) und Pierre Boya (gesperrt) verzichten musste. Im Finish erhöhte Thiago gar auf 5:0, zuvor war Kapfenbergs Grgic nach Schirikritik mit Gelb-Rot vom Platz geflogen (73.).

Kapfenberg, das zahlreiche Abgänge zu verkraften hatte und um das ehemalige Sturm-Graz-Quartett Joachim Standfest, Thomas Burgstaller, Marvin Weinberger und Dominic Pürcher verstärkt worden war, muss damit weiter auf den ersten Auswärtssieg seit 25. Februar - damals bei der Wiener Austria - warten.

SV Horn - SCR Altach 3:4 (1:3)
Bei strömendem Regen übernahmen die Gäste von Beginn an das Kommando. Den Hausherren merkte man die fehlende Erfahrung in der zweithöchsten Spielklasse an, sie offenbarten vor allem in der Defensive vor der Pause Schwächen. Horn-Goalie Cican Stankovic konnte einen Cuntz-Freistoß noch abwehren, war gegen einen aus dem darauffolgenden Cuntz-Corner resultierenden Kopfball von Netzer aber machtlos (7.).

Fast exakt zehn Minuten später musste Aigner den Ball nach einem Idealstangelpass von Prskalo nur mehr über die Linie drücken (17.). Dem noch nicht genug, verlängerte Horn-Kapitän Djordjevic einen Sulu-Kopfball ins eigene Tor (26.). Die Partie schien damit gelaufen. Doch die Truppe von Coach Michael Streiter kam noch einmal zurück. Mattias Sereinig zog im Duell mit dem durchbrechenden Zulechner die Notbremse und sah wegen Torraubs eine harte, aber vertretbare Rote Karte (41.). Den schon über die Mauer getretenen Freistoß versenkte Wojtanowicz genau im Eck (43.).

Altachs Neo-Trainer Rainer Scharinger reagierte zur Pause mit der Hereinnahme von Abwehrspieler Jäger für Stürmer Prskalo, Aigner war damit an vorderster Front auf sich alleingestellt. Und bei nach dem Ende des starken Regens besseren Bedingungen wurden die Waldviertler immer stärker. Kobras rettete gegen den kurz zuvor eingewechselten Pantic in höchster Not (62.), gegen einen Djordjevic-Kopfball nach Toth-Ecke war der Altach-Goalie aber machtlos (69.).

Nach dem Ausgleich von "Joker" Gotal, der nach Salvatore-Flanke per Kopf traf (78.), waren die Waldviertler endgültig wieder voll im Rennen. Die Freude wehrte allerdings nur kurz: Djordjevic wurde im Strafraum an der Hand angeschossen, den umstrittenen Elfmeter verwandelte Netzer mit seinem zweiten Treffer souverän zum 4:3-Endstand (82.). In einer packenden Schlussphase retteten die Altacher den Sieg mit viel Mühe und Glück über die Zeit.

FC Blau-Weiß Linz - TSV Hartberg 2:2 (2:1)
Bei Dauerregen wollten sich die Blau-Weißen vom Ankick weg für die Cup-Pleite vor einer Woche beim Regionalligisten Union St. Florian (1:2) rehabilitieren und legten durch Hartl mit feinem Schlenzer von der Strafraumgrenze (18.) und Huspek mit einem Traumtor von halbrechts ins rechte Kreuzeck (28.) schwungvoll 2:0 vor. Sturm-Neuzugang Lindner traf für die Oberösterreicher, die bis auf zwei Neue auf eine eingespielte Formation setzten, obendrein noch den Pfosten (26.).

Die Gäste um Neo-Coach Andreas Moriggl, der mit fünf Neuzugängen begann, waren in der ersten Hälfte nur durch Standards von Spezialist Adilovic gefährlich, der auch den 2:1-Pausenstand durch den Ex-Grödiger Parapatits (per Kopf/40.) mit einer Maßflanke vorbereitete.

Nach dem Seitenwechsel hofften die Linzer zu früh auf die Wiederholung des 2:1-Auftaktsieges vor einem Jahr gegen den gleichen Gast und taten kaum noch etwas für die Offensive. Demgegenüber bäumte sich der Fastabsteiger der vergangenen Saison aus der Steiermark, der die kürzeste Sommerpause aller Klubs hatte, auf und kam in der Schlussphase nach einem raffinierten Freistoß von Adilovic durch Innenverteidiger Miljatovic zum vielumjubelten Ausgleich (86.).

SV Scholz Grödig - FC Lustenau 3:0 (2:0)
Grödig dominierte zu Beginn und ging durch Salamon auch früh in Führung. Mit Fortdauer der ersten Hälfte sah man sich aber mit größerer Gegenwehr der Gäste konfrontiert, die auch zwei Ausgleichschancen vorfanden. Doch die Salzburger fanden die passende Antwort, noch vor der Pause gelang Leo entgegen dem Spielverlauf das 2:0 und damit die Vorentscheidung.

Die Führung geriet nach dem Seitenwechsel nie ernsthaft in Gefahr, auch ein Dreifachwechsel von Lustenau-Coach Damir Canadi nach genau einer Stunde blieb ohne Wirkung.

SKN St. Pölten - Vienna 5:2 (2:1)
Das Duell zweier Cup-Verlierer begann für die Hausherren nicht gerade gut. Nachdem Heimkehrer Mirnel Sadovic - er bekam den Vorzug vor Goalgetter Daniel Segovia, der als vierter Legionär dieses Mal auf die Tribüne musste - einen ersten Sitzer vergeben hatte, schockte Markus Pink nicht nur die 4.200 Zuschauer. Nach einem kapitalen Fehler von Marcel Holzmann bezwang er Debütant Karl-Heinz Gschwindl.

Doch die St. Pöltner ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, blieben weiter voll am Drücker. Und sie wurden belohnt. Zuerst war es Neo-Kapitän Popp, der nach einem Sadovic-Eckball zum Ausgleich einköpfelte. Und nur zwei Minuten später versenkte Jano eine weitere optimale Sadovic-Flanke zum vielumjubelten Führungstreffer.

In der Folge gab man das Spiel nicht mehr aus der Hand. Zwar versuchte die Vienna immer wieder nach vorne zu spielen, aber man verfing sich zumeist im souverän agierenden SKN-Mittelfeld, in dem vor allem Brandl und Gorka groß aufspielten. Nach dem 3:1, das abermals der Spanier Jano erzielte, war die Partie endgültig entschieden. Danach gab's Chancen am Fließband für die Hausherren - die eingewechselten Robert Gruberbauer, Konstantin Kerschbaumer und Dominik Rotter fixierten letztlich den Endstand von 5:2.

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