Im Rausch hatte ein 23-Jähriger aus dem Mühlviertel (OÖ) einen 142 Kilogramm schweren Amethyst vor einem Geschäft umgeworfen und zertrümmert. Ein Polizist erkannte den Haupttäter auf einem Überwachungsvideo. Der junge Mann wurde schon verurteilt, das Opfer machte ihm aber ein großzügiges Angebot.
Dieser Frevel hatte für gewaltige Empörung gesorgt. Zwei aggressive Unbekannte waren am 7. Jänner nachts durch die Geschäftspassage des Einkaufszentrums Muldenstraße in Linz marschiert.
Video der Tat
Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie einer der Männer vor der Mineralienhandlung „Einstein“ plötzlich eine 142 Kilogramm schwere Amethystdruse packt und umwirft. Diese fiel zu Boden und zerbrach in mehrere Teile. „Was in 250 Millionen Jahren entstanden war, ist binnen Sekunden willkürlich mit einem Schlag zerschmettert worden“, zeigte sich der Mineralien- und Fossilienhändler Maximilian Pfleger am Tag danach bestürzt und war den Tränen nahe. Er hatte den dunkelvioletten Rohedelstein in Brasilien erworben und als Blickfang vor seinem Geschäft aufgestellt.
Täter einschlägig
Pfleger hegte damals große Hoffnungen, dass der Vandale ausgeforscht werden könnte. Tatsächlich erkannte ein Polizist den Haupttäter auf den Aufnahmen. Es handelte sich um einen 23-Jährigen aus Reichenau im Mühlkreis. Der einschlägig vorbestrafte junge Mann zeigte sich zur Tat auch geständig, wurde von der Staatsanwaltschaft Linz wegen schwerer Sachbeschädigung angezeigt. Auch Diebstähle und ein Einbruch in ein Caritas-Heim wurden ihm angelastet.
Urteil schon gefällt
Der junge Mann entschuldigte sich bei Pfleger persönlich. „Er meinte, dass er betrunken war und sich an dem Abend über seinen Bekannten geärgert habe, weil dieser Drogen kaufen wollte“, erzählt der 63-Jährige. Laut Gutachten war der Amethyst 19.500 Euro wert. Pfleger machte dem Mühlviertler aber ein großzügiges Angebot: „Ich hab’ ihm angeboten, dass ich versuchen will, die Bruchstücke noch zu verkaufen und er mir nur 11.500 Euro ersetzen muss.“ Der 23-Jährige willigte ein. Im Landesgericht Linz wurde er zu einer bedingten Haft- sowie einer unbedingten Geldstrafe verurteilt. Er nahm die Strafe an.
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