Vifzack 2024

Agrar-Preis für smarte Geflügelställe am Anhänger

Steiermark
07.03.2024 20:15
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Die „vifsten“ steirischen Bauern sind gekürt: Am Donnerstag wurden die Sieger des Agrar-Innovationspreises „Vifzack“ aufs Podest gehoben. Überzeugen konnten einzigartige mobile Geflügelställe, eine umtriebige Bäuerin als „Farmfluencerin“ und ein Quereinsteiger, der Fisch- und Gemüsezucht geschickt vereint. 

Innovative, frische Ideen steirischer Bauern vor den Vorhang holen und damit Berufskollegen inspirieren und Mut machen: Darum geht es beim Agrar-Innovationspreis „Vifzack“, den die steirische Landwirtschaftskammer und die Steiermärkische Sparkasse jährlich vergeben. Und natürlich auch, um der breiten Bevölkerung Einblicke in den Innovationsgeist unserer vielfältigen landwirtschaftlichen Betriebe zu geben. 

Sechs Betriebe sind im Finale gestanden (siehe Link unterhalb), am Donnerstag wurden nun bei einem Galaabend in Graz die drei Sieger des Publikumsvotings vorgestellt.

Platz 1: Familie Hütter mit High-Tech-Geflügelställen auf Rädern
Familie Hütter aus Krusdorf bei Straden hat sich mit artgerecht auf der Weide gehaltenen Gänsen, Enten, Puten und Hühnern schon lange einen Namen gemacht. Für ihr neuestes Projekt ernteten sie nun den „Vifzack“ 2024: 

Waltraud und August Hütter und ihre Söhne bauen mobile High-Tech-Hühnerställe auf alte Lkw-Anhänger. Während es derartige Ställe für Legehennen schon gegeben hat, sind ihre mobilen Mast-Geflügelställe ein Novum - dahinter stecken sehr viel Hirnschmalz und Geschick. 

Dabei wurden Fenster, Silos, Heizung und Einrichtung auf den Anhänger gebaut, Junior-Chef Patrick hat auch die automatisierte Fütterung selbst programmiert. „Das habe ich mir alles selbst beigebracht. Ich bin da ein bisschen ein Verrückter“, lacht der 29-Jährige. 

Die Masthühner leben ab dem ersten Tag rund 14 Wochen am und rund um den Lkw-Anhänger-Stall. Damit werden die Weidehühner, die nach drei Wochen groß genug für den ersten Weidegang sind, gut dreimal so alt wie gewöhnliche Masthühner.

Platz 2: Melanie Haas begeistert als „Farmfluencerin“ auf Social Media
Tue Gutes und poste darüber - so lässt sich Melanie Haas‘ Erfolgsrezept auf Instagram auf den Punkt bringen. Die sympathische und umtriebige Jungbäuerin gibt in sozialen Medien authentische Einblicke vom (Arbeits-)Alltag am „Gschuahof“ in Passail, den sie gemeinsam mit ihrem Partner Markus Vorraber und dessen Eltern bewirtschaftet.

Wichtig ist der 30-Jährigen in ihren lebendig, unterhaltsam und informativ aufbereiteten Instagram-Beiträgen, „auf den Unterschied zwischen den Bildern in der Werbung und der Realität“ hinzuweisen - und dennoch zu „zeigen, wie modern, cool und vielseitig das Leben als Bäuerin sein kann.“

Platz 3: Martin Temmel mit ausgeklügelter Fisch- und Gemüsezucht
Der stillgelegte elterliche Kuhstall in Traboch brachte den Berufsmusiker Martin Temmel zurück zu den landwirtschaftlichen Wurzeln. Mit einer Indoor-Fischzucht samt angeschlossenem Gemüsebau hauchte er dem alten Hof neues Leben ein.

Aquaponic nennt sich das System, in dem sich Fischzucht und Gemüsebau gegenseitig optimal ergänzen. Vereinfacht ausgedrückt: Gemüsepflanzen und biologische Filter reinigen das Wasser der Fische (Liesingtaler Edelwelse) und ziehen Nährstoffe heraus. „Unsere Fische leben zu 100 Prozent frei von Mikroplastik und Antibiotika“, so Temmer, der Edelwels-Filets, frisch oder geräuchert, an gehobene Gastronomie und Privatkunden verkauft.

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