20.000 Instagram-Fans

So geht Influencerin gegen Hass im Internet vor

Kärnten
07.03.2024 20:00

Der Hass im Internet wird immer schlimmer. Viele Frauen haben Erfahrungen mit Beschimpfungen, Belästigung, Online-Stalking oder sogar mit Gewalt- und Morddrohungen auf Social Media gemacht. Sanda Gutic ist seit 15 Jahren Influencerin, die ehemalige Miss Bosnien lebt heute in Kärnten, hat 19.900 Follower - und ein Rezept gegen den Hass.

Das Covergirl vieler Magazine ist in Tirol geboren, lebt aber seit langem am idyllischen Keutschacher See in Kärnten. Sanda reist gerne um die Welt, geht jeden Tag mit Postings aus ihrem Alltag auf neue Followersuche. „2013 war ich Miss Bosnien, habe dann an der Miss-World-Wahl in Indonesien teilgenommen“, erzählt Sanda.

„Ich habe kroatische Wurzeln.“ Gutic kennt den Hass im Internet gut. Im ehemaligen Ostblock sind die Social-Media-Sitten rau. Die Kritik an Instagram etwa ist riesig, weil das Medium zwar Hass, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Rassismus eine Absage erteilt - aber nichts gegen den Missbrauch unternimmt.

Sanda Gutic reist gerne um die Welt.
Sanda Gutic reist gerne um die Welt.(Bild: Sanda Gutic)
Der Hass im Internet ist groß, das weiß Gutic.
Der Hass im Internet ist groß, das weiß Gutic.(Bild: Sanda Gutic)
„Ich nehme nur positive Reaktionen auf.“
„Ich nehme nur positive Reaktionen auf.“(Bild: Sanda Gutic)

„Es liegt an dir selbst, wie du darauf reagierst“, sagt Sanda. „Es gibt so viele positive Antworten der User, nur wenige negative. Ich nehme nur das Positive zur Kenntnis. Ich stell’ mir immer vor: Was würde passieren, wenn dich 100.000 Follower nicht auf Social Media verfolgen, sondern direkt vor dir stehen würden.“

„Würden sie ebenso puren Hass versprühen? Kaum. Das macht die Situation besser.“ Der Großteil der Hetze im Internet ist gegen Frauen gerichtet, auch jüdische Menschen sind betroffen. „Wir Frauen haben uns zusammen mit den Männern so viel erkämpft. Die positive Wahrnehmung gewinnt immer“, sagt Sanda.

Jeden Tag geht Sanda auf Followersuche.
Jeden Tag geht Sanda auf Followersuche.(Bild: Sanda Gutic)

„Ich mag den Welttag der Frauen, poste am 8. März sicher einen eigenen Beitrag. Die perfekten Messages der Influencer werden von den Usern nicht mehr so angenommen wie früher, weil sie nicht wirklich sind.“

„Egal, welchen Job man ausübt - wir sind alle normale Menschen. Es gibt gute und schlechte Tage. Alle Menschen haben Gefühle. Die Frauen haben sich in sehr vielen Ländern viele Rechte erkämpft. Ich supporte sie“, so Gutic. „Ganz wichtig ist die Authentizität. Bist du authentisch, wirst du auch auf Social Media ganz anders wahrgenommen. Verleumdungen müssen an dir abprallen. Der Inhalt, der uns guttut, besiegt den Hass.“

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