Mord in Erotikstudio

Nachbarin: „Vergesse die Schreie der Frauen nie“

Österreich
24.02.2024 16:30

Beim Messer-Amoklauf in einem Erotikstudio in Wien konnte sich ein Opfer verstecken und überlebte. Ein Afghane sitzt als mutmaßlicher Dreifachmörder in Haft. Immer wieder gellten Schreie von Frauen durch die Nacht, berichtet eine traumatisierte Jungmutter.

Shahadat (26) lebt mit ihrem Mann und dem 3-jährigen Sohn über dem Erotikstudio im 20. Bezirk. Die Nacht auf Samstag wurde für die Hochschwangere eine traumatische. Drei Frauen wurden einen Stock unter ihr mit einem Messer niedergemetzelt. Deren dramatischen Todeskampf wird sie nie wieder vergessen.

Mutmaßlicher Täter war illegal in Wien
Beim Täter soll es sich um einen 27-jährigen Asylwerber aus Afghanistan (seit Ende November 2022 in Österreich) handeln, der eigentlich in einem betreuten Quartier in Kärnten untergebracht war und das Bundesland eigentlich nicht hätte verlassen dürfen.

Bei den Opfern handelt es sich um drei Frauen. Asiatische Liebesdienerinnen, hieß es anfangs. Dem Vernehmen nach könnte sich aber auch die Rotlicht-Klub-Betreiberin unter den Opfern befinden. Durch die massive Gewalt des Täters sei es aber schwierig, die Identitäten mit Sicherheit zu bestimmen.

Blutspur führte in Park
Samstagnachmittag gab es in der ganzen Tragödie einen kleinen Lichtblick: Eine Frau hatte den Messer-Amoklauf überlebt, sie konnte sich in einem Zimmer des Studios einsperren, bis der Täter blutüberströmt die Flucht ergriff. Weit kam er aber nicht. Er, selbst verletzt, hinterließ eine Blutspur, versuchte sich im gegenüberliegenden Park mit dem Messer in der Hand zu verstecken. Erst ein Polizei-Taser stoppte ihn.

Aber was trieb den Afghanen zu der Wahnsinnstat? War es gekränkte Ehre als letzter Kunde, war es einfach religiöser Hass gegen im Rotlichtmilieu arbeitende Frauen? Das Motiv ist unklar. Die bis dato nicht abgeschlossenen Einvernahmen werden es ans Tageslicht bringen.

Nachbarn wollen umziehen
Die schwangere Shahadat will gar keine Erklärung dafür. Sie will nur weg aus diesem Haus. „Ich werde diese Schreie der Frauen nie vergessen.“ Die Schreie und dann die plötzliche Stille.

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