Und wieder ist in Wien eine selbst ernannte Beauty-Ärztin aufgeflogen – und sogar in flagranti beim Botox-Spritzen erwischt worden. Überdies war sie offensichtlich beratungsresistent: Denn schon in der Vergangenheit war sie mehrfach wegen Kurpfuscherei angezeigt worden.
In den Räumlichkeiten entdeckten die Beamten der Finanzpolizei bei ihrer Kontrolle am Wochenende zahlreiche Medikamente, Spritzen sowie weitere medizinische Utensilien. Außerdem trafen sie auch auf mehrere „Patientinnen“ der Frau, die bereits „behandelt“ worden waren, oder noch auf den Eingriff warteten.
Präparate selbst geschmuggelt
Und sie waren bei Weitem nicht die Einzigen: Denn schon in der Vergangenheit hatte die Frau an zahlreichen Frauen und Männern Behandlungen durchgeführt, wie die Verdächtige auch selbst zugab. Die vorgefundenen arzneimittelpflichtigen Präparate habe sie erst am Vortag persönlich im Reisegepäck nach Österreich eingeschmuggelt, teilte das Finanzministerium am Donnerstag mit. „Die Frau ist steuerlich nicht in Österreich ansässig und schleuste ihre Einnahmen am Staat vorbei“, wurde betont.
„Bei einer ersten Befragung gab die Frau an, in ihrem Herkunftsstaat als Medizinerin tätig zu sein. Sie gab jedoch zu, über keine erforderliche Berechtigung zur Ausübung einer ärztlichen Tätigkeit in Österreich zu verfügen“, so das Ministerium weiter.
Neben der zahlreichen bereits vorliegenden Anzeigen wegen Kurpfuscherei war die angebliche Ärztin auch schon von der Staatsanwaltschaft zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Die Erhebungen sind nach wie vor im Gange.
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