Fataler Fehler

Anruf von Ex führte Mörder zu desertiertem Piloten

Ausland
22.02.2024 09:14

Ein fataler Fehler, den er aus Liebe begangen hatte, soll den russischen Überläufer und Hubschrauberpiloten Maxim Kuzminow das Leben gekostet haben. Der Russe war bekanntlich in Spanien untergetaucht, vermisste aber dort seine Ex-Freundin. Als er diese in Russland angerufen hatte, soll das seine Mörder auf die Fährte des beim Kreml in Ungnade gefallenen Deserteurs geführt haben.

Wer sich gegen das russische Regime stellt, der hat häufig eine verkürzte Lebenserwartung - das gilt auch für Russen, die sich ins Ausland abgesetzt haben. Als der Kriegsgegner Kuzminow vergangenen Sommer mit einem voll ausgestatteten Mi-8-Armeehubschrauber über die Grenze in die Ukraine geflüchtet war, war ihm auch bestimmt deutlich bewusst, dass er sich danach als „Verräter“ seines Landes in Gefahr befindet.

Leben in Spanien unter anderer Identität
Der 33-Jährige war nach seiner Flucht in Spanien untergetaucht - dort lebte er unter einem anderen Namen und mit einem ukrainischen Pass, um nicht vom russischen Geheimdienst aufgespürt zu werden. Doch die Sehnsucht nach seiner Ex-Freundin ließ ihn offenbar unvorsichtig werden: So rief er die Verflossene, die in der Stadt Wladiwostok wohnt, an, um sie zu bitten, zu ihm zu ziehen.

Dieser Anruf soll es dem russischen Geheimdienst ermöglicht haben, den Deserteur aufzuspüren. „Wir wissen, dass er seine Ex eingeladen hatte, zu ihm zu ziehen, und dann wurde er tot aufgefunden“, so Quellen des Geheimdienstes in der Ukraine. „Dieser Anruf könnte von russischen Geheimdiensten abgefangen worden sein“, berichteten spanische Medien.

Ex-Freundin fand schließlich Leiche 
Seine Ex-Freundin war der Einladung gefolgt - und fand Kuzminow schließlich von Schüssen durchsiebt auf der Rampe einer Garage in der Ortschaft La Villajoyosa nahe Alicante vor.

Offenbar russische Munition bei Anschlag genutzt
Aus Ermittlerkreisen sickerte kürzlich durch, dass bei dem Anschlag auf den Piloten russische Munition verwendet worden sein soll. Das könnte als Signal für andere Widersacher des russischen Präsidenten Wladimir Putin verstanden werden: Auch nach einer Flucht ins Ausland ist man nicht vor dem russischen Terror-Regime sicher.

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