Informant vor Gericht

Russische Falschinfos an FBI-Ermittler gelangt

Ausland
21.02.2024 11:33

In den USA ist jetzt ein FBI-Informant angeklagt, weil er Falschinformationen über den US-Präsidentensohn Hunter Biden verbreitet hat. Diese kamen ersten Ermittlungen nach von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des russischen Geheimdiensts (siehe Video oben).

Das gab Alexander Smirnov im Verhör zu. Der 43-Jährige war vergangene Woche nach seiner Rückkehr von einer Auslandsreise am Flughafen von Las Vegas festgenommen worden. In der Anklage heißt es, dass er der US-Bundespolizei FBI Lügen über vermeintliche Bestechungsgelder erzählt habe, die Hunter Biden und sein Vater Joe von dem ukrainischen Gasunternehmen Burisma erhalten haben sollen. Als Summe gab der Informant jeweils fünf Millionen Dollar (umgerechnet 4,65 Millionen Euro) an.

Die Aussagen Smirnovs spielten bisher eine zentrale Rolle in den Bemühungen der Republikanerinnen und Republikaner, Joe Biden wegen Korruption aus dem Amt zu bringen. Die Auswirkungen der gelieferten Falschinformationen im Jahr 2020 seien „bis heute weiter zu spüren“, heißt es in dem Dokument der Ermittlerinnen und Ermittler.

„Verbreitet aktiv neue Lügen“
Smirnov hätte sich auch im vergangenen November noch mit russischen Geheimdienstmitarbeitenden getroffen und „verbreitet aktiv neue Lügen.“ Diese Falschinformationen könnten sich auch auf die anstehenden US-Wahlen im November auswirken, befürchten die Ermittlerinnen und Ermittler.

Hunter Biden ist immer wieder Zielscheibe der Republikanerinnen und Republikaner. Schließlich sorgt der frühere Anwalt, Lobbyist und Geschäftsmann regelmäßig mit juristischen Problemen für Schlagzeilen. Im Dezember wurde er angeklagt, über mehrere Jahre hinweg Steuern hinterzogen zu haben. Zuvor war er wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagt worden.

Smirnov selbst drohen bis zu 25 Jahre Haft.

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