23.06.2012 15:04 |

Warten bis September

Kairo verschiebt erneut Prozess für Burgenländer

Ein unerfreuliches Déjà-vu hat der 32-jährige Burgenländer, der wegen des Verdachts des Waffenschmuggels seit November in Kairo in Untersuchungshaft sitzt, am Samstag erlebt. Sein Prozess wurde aufgrund der kürzlich stattgefundenen Präsidentenwahlen erneut vertagt. Die nächste Verhandlung ist erst wieder für September geplant.

"Der Gerichtspräsident hat Hannes F. (Bild) und zwei weitere Angeklagte am Vormittag zu sich zitiert und ihnen mitgeteilt, dass die Verhandlungen verschoben werden", sagte Außenministeriums-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Samstag. Ein Grund für die Verschiebung seien, wie schon vor einem Monat, die Wahlurnen, die im Gerichtssaal aufbewahrt würden. Außerdem habe einer der erforderlichen Beisitzer des Richters gefehlt.

Genauer Termin soll in kommenden Tagen folgen
Immerhin sei es dem österreichischen Botschafter in Ägypten, Thomas Nader, gelungen, ein paar Worte mit Hannes F. zu wechseln. Der Botschafter wollte ursprünglich ebenfalls am Prozess teilnehmen. Ein genauer Termin für die mittlerweile siebente Verhandlung im September werde in den kommenden Tagen feststehen, so Launsky-Tieffenthal.

Burgenländer sitzt seit 2. November 2011 ein
Der 32-jährige Burgenländer war am 2. November 2011 am Flughafen in Kairo verhaftet worden. Er war wegen eines Auftrages zur Bewachung eines Schiffstransports mit vier Gewehren und 200 Schuss Munition im Gepäck nach Ägypten gereist. Die Ehefrau des Mannes, Lisa F., war diesmal nicht zu dem Prozess gereist. "Im Nachhinein, angesichts der erneuten Vertagung, war es wohl die richtige Entscheidung daheimzubleiben", sagte die Burgenländerin.

Sie habe zwar gehofft, dass es am Samstag zu einer Verhandlung und damit zu einer Entscheidung komme, aber damit gerechnet habe sie nicht. Bei der nächsten Verhandlung wolle sie auf jeden Fall wieder dabei sein, sofern es sich finanziell bei ihr ausgehe. Weiterhin besorgt zeigte sie sich über den Gesundheitszustand ihres Mannes.

"Die ägyptischen Behörden haben inzwischen zwar einen Vertrauensarzt der Botschaft zu meinem Mann gelassen. Der durfte jedoch nur kurz mit ihm reden und keine Untersuchungen durchführen." Ausdrückliches Lob hat Lisa F. für die Mitarbeiter der österreichischen Botschaft parat, die Hannes F. regelmäßig besuchen und mit Lebensmitteln versorgen.

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