Unter Mordverdacht

Baby zu Tode geschüttelt: U-Haft für Eltern

Wien
11.02.2024 14:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nachdem ein drei Monate alter Säugling vor wenigen Tagen im Wiener AKH verstorben war, ist nun über die mordverdächtigen Eltern U-Haft verhängt worden. Die Ärzte hatten nach der Einlieferung ins Spital ein Schütteltrauma festgestellt - auch mehrere Knochen des kleinen Buben waren gebrochen. 

Als Haftgründe wurden Verdunkelungsgefahr und Tatbegehungsgefahr angenommen, teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn mit. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen die Eltern wegen Mordverdachts.

Eltern äußerten sich nicht zu Vorwürfen
Wie Salzborn darlegte, machten sowohl der 29 Jahre alte Mann als auch die um drei Jahre jüngere Frau vor dem Journalrichter keine Angaben zum gegen sie erhobenen Vorwurf, ihrem Sohn tödliche Verletzungen zugefügt zu haben. Der U-Haft-Beschluss, gegen den die Rechtsvertreterin der Mutter keine Beschwerde einlegte - der Vater war anwaltlich nicht vertreten -, ist bis zum 26. Februar rechtswirksam.

Das Baby erlag am Dienstag seinen schweren Verletzungen. Die 26-jährige gebürtige Serbin und ihr 29-jähriger Partner hatten den Säugling in die Klinik Wien-Ottakring gebracht. Es wurde ein schweres Schütteltrauma und mehrere Knochenbrüche festgestellt - daraufhin alarmierten die Ärzte die Polizei.

Nachdem der Bub ins AKH überstellt wurde, starb er an seinen schweren Verletzungen. Am Freitag wurden die Eltern schließlich verhaftet, ein weiteres  gemeinsames Kind im Alter von zwei Jahren wurde in die Obhut von Krisenpflegeeltern gegeben. 

Die Staatsanwaltschaft ordnete im Zuge der angelaufenen Ermittlungen die Obduktion der Leiche zur genauen Klärung der Todesursache an. Das schriftliche Gutachten liegt naturgemäß noch nicht vor, das Baby soll dem Vernehmen nach aber neben den Kopfverletzungen auch eine gebrochene Rippe und einen gebrochenen Arm aufgewiesen haben.

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