„988 Karten haben wir für den heurigen Ball insgesamt verkauft“, sagt Reinhard Doppler, Obmann des Edelweiss Clubs und Veranstalter des legendären Edelweisskränzchens. Die Anzahl hat er sich genauestens gemerkt, ebenso die Gesichter jener Gäste, die am Eingang der Stiegl-Brauwelt noch kein Stamperl Schnaps getrunken haben.
„Greifts zu, den hat mein Vater selbst gebrannt“, preist er seinen Besuchern die Spirituose an. Einige Gäste entscheiden sich trotzdem zuerst für eine deftige Unterlage. Käsespätzle und Leberkäsesemmerl wandern im Akkord über die Theke. Die Ballnacht hat schließlich gerade erst begonnen.
„Für den heutigen Abend haben wir uns lange vorbereitet. Circa eine halbe Stunde haben wir gebraucht, um uns fertig zu machen“, plaudert Bürgermeister-Kandidat Florian Kreibich aus dem Nähkästchen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Er und Gattin Elisabeth erscheinen in farblich perfekt abgestimmter Tracht zum Ball.
Da kann selbst das in der Trachtenmode-Branche tätige Unternehmer-Paar Moser nicht mithalten. Hans Peter Moser und Jacqueline Moser geben sich aber auch sonst durchwegs offen für alle möglichen modischen Kombinationen: „Ob echte, traditionelle Dindl oder modische Tracht, alles ist erlaubt und schaut gut aus. Einzig beim Schuhwerk finde ich, dass man einiges falsch machen kann. Sneaker zum Dirndl zum Beispiel“, sagt Jacqueline Moser.
Spätestens beim Einzug der Ehrenpaare sind alle Augen auf die Tanzfläche gerichtet. Während im Braustüberl die Nachwuchstänzer ihr Bestes geben, tanzen einen Stock tiefer die erfahrenen Volkstanz-Paare. Insgesamt sieben Bands bespielen die Räumlichkeiten der Stiegl-Brauwelt am Freitagabend.
Zu späterer Stunde verlagert sich das gesellige Beisammensein zunehmend an die Edelweisser-Alm. Angelehnt ist die Bar an die dem Club gehörende Edelweisserhütte im Tennengebirge auf 2349 Metern Seehöhe. Der Unterschied: Bei der einen kommt man erschöpft vom Wandern an, bei der anderen erschöpft vom Tanzen.
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