Djokovic trifft nun auf Federer, der 2009 im Stade Roland Garros triumphiert hatte und als Nummer drei den Argentinier Juan Martin Del Potro nach 0:2-Satzrückstand mit 3:6, 6:7(4), 6:2, 6:0, 6:3 bezwang. Der Schweizer, der im Vorjahr zum insgesamt vierten Mal im Finale an Rafael Nadal gescheitert war, musste in den Sätzen drei bis fünf sein bestes Tennis zeigen, um das Aus zu verhindern.
Federer verdankte seinen Erfolg auch seiner mentalen Stärke. Del Potro laborierte offenbar weiterhin an Knieproblemen und suchte mit Fortdauer der Partie immer früher die Entscheidung, Federer erwies sich einmal mehr als perfekter Taktiker. Del Potro hatte sich im Vorjahr, in dem er u.a. in Wien im Finale gestanden war, von Platz 485 auf elf verbessert - mittlerweile ist er beinahe in der Form, in der er 2009 als Sieger der US Open in die Phalanx von Nadal, Djokovic und Federer eingebrochen war.
Doch Federer steckte den 0:2-Satzrückstand weg. "Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Ich habe versucht, das Match schwer zu machen und bin sehr zufrieden, wie ich mich geschlagen habe", erklärte der 30-Jährige. Nun warte ein großes Halbfinale. "Novak hat mich in Rom besiegt, aber mit fünf Sätzen, das ist ein anderer Zugang."
Djokovic von Tsonga voll gefordert
Nach seinem viereinhalbstündigen Match gegen Andreas Seppi wurde Djokovic auch vom letzten Franzosen im Bewerb voll gefordert. Tsonga hatte bei 5:4 und 6:5 im vierten Satz insgesamt vier Matchbälle, doch der Serbe kämpfte sich zurück und machte im Entscheidungssatz nach 4:10 Stunden alles klar.
Djokovic sprach von einem wirklich verrückten Match. "Leider musste es einen Sieger und einen Verlierer geben. Jo war über weite Strecken besser, er hätte den Sieg auch verdient", spendete Djokovic dem Lokalmatador auf dem voll besetzten Centercourt viel Lob. "Gut, dass ich jetzt zwei Tage frei habe", meinte der Serbe, der ein weiteres schweres Match erwartet. "Gegen Roger zu spielen, ist immer eine große Herausforderung."
Stosur und Errani im Damen-Halbfinale
Bei den Damen lautet das erste Halbfinale Samantha Stosur gegen Sara Errani. Während das 6:4, 6:1 der als Nummer sechs gesetzten US-Open-Siegerin aus Australien über die Slowakin Dominika Cibulkova programmgemäß kam, setzte die Italienerin Errani am Dienstag ihren Überraschungslauf mit einem deutlich härter erkämpften 6:3, 7:6 über die deutsche Weltranglisten-Zehnte Angelique Kerber fort.
Marach im Doppel gescheitert
Für Oliver Marach sind die French Open 2012 am Dienstag im Herren-Doppel dagegen zu Ende gegangen. Der 31-jährige Steirer verlor an der Seite des Argentiniers Horacio Zeballos im Viertelfinale des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres gegen die als Nummer zwei gesetzten US-Zwillinge Bob und Mike Bryan mit 1:6, 6:4, 4:6.
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